Der Confed Cup 2013, am Samstag mit der Begegnung Brasilien - Japan startend, ist weitestgehend als Vorbereitung auf die WM im kommenden Jahr zu betrachten. Pioniercharakter kommt bei dieser Veranstaltung aber auch dem Einsatz einer neuen Torlinientechnik zu; zudem darf man gespannt sein, wie sich Tahitis Amateurkicker verkaufen.
Ein Ozeanienmeister konnte noch nie als Schwergewicht bei den Confed Cup-Wettbewerben bezeichnet werden. Auch nicht die Australier, als sie anno 2001 mit ihrem 1:0-Triumph gegen Brasilien sensationell den dritten Platz belegten. Von der Robustheit der „Socceroos“ (mittlerweile im asiatischen Verband gemeldet) ist der derzeitige ozeanische Kontinentalmeister Tahiti jedoch weit entfernt. „Wir sind die ersten Amateure, die sich bei solch einem Turnier mit den Großen messen dürfen“, weiß Coach Eddy Etaeta, der mit Marama Vahirua lediglich einen einzigen Profi (Panthrakikos Komotini) in der Nationalmannschaft ausweisen kann. „Wir wollen Spaß haben und ein Tor schießen“, meint Vahirua, der bei einigen französischen Erstligisten spielte (FC Nantes, OGC Nizza, AS Nancy, AS Monaco). Höhere Ziele sind unrealistisch, wenn man die Gruppengegner Spanien (Welt- und Europameister), Uruguay (Südamerikameister) und Nigeria (Afrikas Titelträger) betrachtet.
In der anderen Gruppe (A), wo es Favorit und Gastgeber Brasilien zuvorderst um Erkenntnisse hinsichtlich der 2014 auszutragenden Weltmeisterschaft geht, präsentiert sich das Teilnehmerfeld ausgeglichener: Italien (als EM-Finalist), Mexiko (CONCACAF-Meister) und Japan (Asienmeister) bilden eine Konkurrenz, die im Kampf um den Halbfinaleinzug einiges an Spannung verspricht. Ein Ende der Fehlentscheidungen, bezogen auf die Anerkennung von Treffern in strittigen Situationen, verspricht man sich durch den Einsatz einer High-Tech-Kamera gesteuerten Torlinientechnik, die erstmals bei einem großen Turnier angewandt wird. Dem Schiedsrichter wird dabei auf seiner Armbanduhr übermittelt, ob der Ball in vollständigem Umfang die Linie überschritten hat.
Wenn wir alle Spiele gewinnen, können wir Weltmeister werden.
— Horst Hrubesch, Deutschland, vor der WM 1982 in Spanien.