Neue Besen

von Günther Jakobsen16:01 Uhr | 18.01.2013

Derweil sich die Spielertransfers während der Winterpause in überschaubaren Grenzen hielten, gehen gleich vier Klubs mit neuen Trainern in die zweite Saisonhälfte. Die beiden abgeschlagenen Mannschaften Greuther Fürths und des FC Augsburg stehen vor unterschiedlich hohen Hürden, um ihre angestrebten Aufholjagden zu beginnen.

Schalke (Platz 7) gegen Hannover (11) - die Rückserie beginnt mit zwei Teams, deren Tabellenplatzierung hinter den Erwartungen zurückhängt. „Wir halten an unseren Zielen fest und wollen uns möglichst für die Champions League qualifizieren“, hofft S04-Manager Horst Heldt darauf, dass die Schwächephase der „Knappen“ nicht in die zweite Saisonhälfte mitgenommen wird. Möglicherweise mit Neuverpflichtung Raffael, aber ohne die gesperrten Jones und Huntelaar sowie die verletzten Afellay, Moritz und Papadopoulos trifft Schalke auf einen Gegner, der wahrscheinlich ebenfalls einen Neuzugang einsetzt (Djourou), dafür jedoch auch eine handvoll Ausfälle zu ersetzen hat. Darunter Stürmer Ya Konan, der für die Elfenbeinküste beim Afrika Cup aufläuft.

Die Samstagsspiele deuten ein vielseitiges Kontrastprogramm an: Das Motto ‚David gegen Goliath` kennzeichnet das Gastspiel von Tabellenschlusslicht Greuther Fürth beim Ligaprimus FC Bayern. Nahezu auf Augenhöhe rangierend reist Aufsteiger Eintracht Frankfurt nach Leverkusen; auch beim Duell Mainz vs. Freiburg begegnen sich Mannschaften, die eine vergleichbar erfolgreiche Hinrunde absolvierten. In den restlichen drei Partien sind die Gastgeber, zumindest nach dem bisherigen Saisonabschneiden, nicht als Favoriten anzusehen. Werder Bremen gestaltete das Hinspiel in Dortmund offen, konnte aber weder in dem Spiel, noch in vielen weiteren die nötige Effektivität auf den Platz bringen. Der VfL Wolfsburg gewann zwar zum Saisonauftakt in Stuttgart, liegt mit seiner Heimschwäche (nur 6 Punkte) jedoch fast am Ende der Konkurrenz. 1899 Hoffenheim schließlich bekommt es nach einer völlig misslungenen Hinserie mit den Gladbachern zu tun, die zunehmend an Stabilität gewannen. Mit Marko Kurz steht für die Kraichgauer einer von vier Trainern an der Seitenlinie, die am 18. Spieltag ihr Bundesliga-Debüt bei den jeweiligen Klubs geben. Des weiteren sind dies Dieter Hecking (Wolfsburg), Jens Keller (Schalke) und Michael Wiesinger, der als Heckings Nachfolger den Club betreut.

„Ich bin positiv angespannt und freue mich, dass es endlich los geht“, fiebert Wiesinger dem Spiel des FCN gegen den Hamburger SV entgegen. Feulner soll nach einer Grippeerkrankung wieder einsatzfähig sein. Als Letzte starten Düsseldorf und Augsburg in die Rückserie. „Es ist ein Duell auf Augenhöhe. Das haben wir schon im Hinspiel gesehen“, warnt Fortuna-Coach Norbert Meier davor, die Gäste nach dem Tabellenstand zu beurteilen. Augsburgs Personallage ist nicht optimal, für Torwart Simon Jentzsch beispielsweise reichte die Pause nicht. Trotzdem gibt sich Markus Weinzierl offensiv: „Wir brauchen nicht drumherum reden: Wir wollen einen guten Start in die Rückrunde schaffen und das Spiel gewinnen.“



Das ist das Problem von Trapattoni.

— Ukraines Trainer Oleg Blochin auf die Frage, ob Italien im Viertelfinale mit Francesco Totti spielen sollte. Der damalige Trainer der Squadra Azzurra war allerdings Marcello Lippi.