Frauen-WM - News

Noch mehr Tore waren möglich ...

von Günther Jakobsen13:48 Uhr | 08.06.2015

Der 10:0-Kantersieg zum Turnierauftakt katapultierte die Deutschen auf Platz eins in der Gruppe B, vor den Norwegerinnen, die zuvor Thailand mit 4:0 schlugen. Das Team von der Elfenbeinküste war Silvia Neids Mannschaft hoffnungslos unterlegen.

Laut Aussage von Silvia Neid war die deutsche Elf auf einen wesentlich härteren Gegner eingestellt: "Nach den Videos, die wir hatten, hatten wir sie viel besser eingestuft." Von Anfang an war das DFB-Team der Auswahl der Elfenbeinküste jedoch in allen Belangen klar überlegen. Mit spielerischer Leichtigkeit fiel der 1:0-Führungstreffer bereits in der 3. Minute: Laudehr setzte Maier auf rechts in Szene, die unbehelligt bis zur Grundlinie durchstieß, in den Rückraum passte und Sasic das Spielgerät mit einer Direktabnahme ins Tor lenkte. Die Westafrikanerinnen konnten sich in der Folgezeit bei den Deutschen bedanken, dass diese eine Fülle an guten Torchancen liegen ließen. So dauerte es bis zur 14. Minute, ehe erneut Sasic, nach einem langen Flankenball Goeßlings, per Kopf auf 2:0 erhöhte. Klasse herausgespielt war dann das 3:0 durch Mittag (29.), dem Neids Team kurz darauf die Ergebnisverbesserung durch Sasic (31.) und abermals Mittag (35.) hinterher schickte. Die 5:0-Halbzeitführung war dann Anlass, Mittelstürmerin Sasic zu schonen und nach der Pause Däbritz einzusetzen.

Die Spielentscheidung war längst gefallen, dementsprechend drosselte die deutsche Mannschaft nach dem Seitenwechsel das Tempo. Ein Abwehrpatzer von Aguie wurde durch Mittag bestraft, die den unverhofften Ballbesitz dazu nutzte, wie Sasic, ihren dritten Treffer zu markieren (64.). Gegen die aufgerückten Afrikanerinnen erhöhten wenig später Laudehr (71.) und Däbritz (75.) nach schnellen Gegenstößen auf 8:0. Die Chance zum 9:0 entsprang eher einem Zufall, als Behringer nach einem Eckstoß schnell schaltete, um den unkontrolliert abgeprallten Ball mit Wucht ins Netz zu hauen (79.). Für den 10:0-Schlusspunkt sorgte Popp, die zuvor zwei, drei Möglichkeiten verpasst hatte, aber in der 85. Minute einen Freistoß gekonnt an der Abwehrmauer vorbei ins linke Eck zirkelte. Ernsthaft gefordert wurde Silvia Neids Team nie, was auch die ein oder andere Unkonzentriertheit in der Abwehr bei den wenigen Vorstößen der Spielerinnen von der Elfenbeinküste erklärt. Die größte Chance für den Außenseiter eröffnete sich spät in der zweiten Halbzeit, als sich die bis dahin komplett unterbeschäftigte Angerer einen Fangfehler leistete, eine Ivorerin das Leder jedoch über den Querbalken köpfte.



Ich frage auch ab und zu nach. Aber anscheinend vertrauen sie mir nicht, dass ich es für mich behalte.

— Mats Hummels über die Trainersuche beim FC Bayern München in der Saison 2017/18