Nulldiät der Bundesligisten

von Günther Jakobsen13:36 Uhr | 27.11.2014

Die Niederlagen Dortmunds und Leverkusens komplettierten die Nullrunde der Bundesligisten am vorletzten Spieltag der Gruppenphase. Während Bayer unverdient leer ausging, durften sich die Schwarzgelben über ihre 0:2-Niederlage bei den Gunners nicht beklagen.

Das Achtelfinale ist Bayer Leverkusen (9 Punkte) sicher - der Gruppensieg allerdings noch nicht. Viel Pech entwickelte Roger Schmidts Elf im Heimspiel gegen AS Monaco bereits in der schwächeren ersten Hälfte, als Benders Schuss vom Querbalken zurückprallte (26.). Die zweiten 45 Minuten wurde Leverkusen zwingender, konnte jedoch seine Chancen nicht nutzen. Drmic fehlte in der 66. Minute die Übersicht, als er aus kurzer Distanz das Tor verfehlte. Knapp zehn Minuten später scheiterte der Schweizer nach gutem Solo an Gästekeeper Subasic. Monaco führte über rechts einen starken Angriffszug durch, der zum Sieg reichte: Berbatov behauptete den Ball gegen mehrere Leverkusener, schob das Spielgerät zu Dirar weiter, dessen Flanke exakt für den zentral durchgelaufenen Ocampos passte (72.). "Es ist schon kurios. Nach so einem Hinspiel läuft das Rückspiel auch so ab. Monaco hat zweimal auf´s Tor geschossen und zweimal gewonnen", wunderte sich Roger Schmidt über die beiden fast deckungsgleichen 0:1-Niederlagen gegen die Monegassen (8 Punkte). Zenit St. Petersburg (7) wahrte in der Gruppe C mit seinem 1:0-Erfolg über Benfica Lissabon (4) die Chance auf die K.o.-Runde.

Die Tatsache, bei Arsenal FC die erste Niederlage in der Gruppe D kassiert zu haben, war für den BVB weniger tragisch. Man behielt die Tabellenführung (12 Punkte) und die Option, diese Position am letzten Spieltag - gegen Anderlecht - über die Zielgerade zu bringen. Der schnelle Rückstand (2., Sanogo) hätte mit einer besseren Chancenverwertung durchaus wettgemacht werden können, auch wenn Arsenal zielstrebiger erschien und bei einem Lattentreffer von Oxlade-Chamberlain noch im Pech war (54.). Dortmund war jedoch nicht in der Lage, sein Spielvermögen kompakt auf den Platz zu bringen. "Es gab Momente, bei denen man sehen konnte, was wir umsetzen wollten. Doch wir waren nicht konsequent genug", beschrieb Jürgen Klopp diesen Zustand. Als Sanchez das Leder in der 57. Minute sehenswert zum 2:0 ins rechte Eck gezirkelt hatte, war die Sache entschieden. Der eingewechselte Ramos ließ in der Nachspielzeit noch eine gute Anschlussmöglichkeit aus. "Zu 90 Prozent bleiben wir Zweiter, und Dortmund wird die Gruppe gewinnen", rechnete sich Arsene Wenger keine große Chancen aus, dass die "Gunners" (10 Punkte) den BVB noch von der Spitze verdrängen können. Anderlecht (5) war nach dem 2:0-Sieg gegen Galatasaray (1), Arsenals letztem Gegner, der dritte Platz sicher.

André Schulin



In Zukunft wird er bei der Mannschaft bleiben. Da kann er sich auch ungestört aufs Abitur vorbereiten, wir fahren ihn dann eben in die Schule.

— VfB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder über Jungstar und Abiturient Hans-Peter Müller, genannt ,,Hansi".