Die Slowakei behielt ihre weiße Weste (Gruppe C), auch England (Gruppe E) konnte nach drei Runden die optimale Punktzahl vorweisen. Österreich schob sich an die Spitze der Gruppe G.
Vom Überraschungserfolg gegen Spanien beflügelt, setzte die Slowakei im Auswärtsspiel in Weißrussland nach. Zwei Tore von Hamsik (65./84.) und der Last-Minute-Treffer des Bochumers Sestak führten zum verdienten 3:1-Sieg; Kalachev hatte zwischenzeitlich ausgleichen können (79.). Mit der Maximalausbeute von neun Punkten behauptete die Slowakei somit die Führung in der Gruppe C, gefolgt von Spanien (4:0 in Luxemburg) und der Ukraine (1:0 gegen Mazedonien).
Die Gruppe D hatte nach zwei Runden zwei verlustpunktfreie Teams an der Spitze: Polen - nach seinem ersten Sieg gegen eine DFB-Elf - und Irland, dass sich erwartungsgemäß klar gegen Gibraltar durchsetzte. Routinier Robbie Keane eröffnete mit drei Treffern das Schützenfest, am Ende unterlagen die Kicker vom Felsen an der Meerenge mit 0:7. Seine insgesamt 21 Tore in EM-Qualifikationsspielen machen Keane zum Rekordhalter in dieser Disziplin. "Sie sind Weltmeister, aber einige Spieler sind danach zurückgetreten, andere sind verletzt. Wirkt sich das aus? Ich weiss es nicht. Ich hoffe es ...", äußerte sich Keane zum bevorstehenden Duell der Iren mit den Deutschen.
Derweil bestätigte England in der Gruppe E seine Tabellenführung (9 Punkte). Der 1:0-Auswärtssieg (74., Rooney) in Estland gestaltete sich allerdings als mühevoller Arbeitssieg, da die Balten fast die Hälfte der Spielzeit in Unterzahl agierten (48., Gelb-Rot für Klavan). Slowenien schob sich dank des 2:0-Erfolges im direkten Duell an Litauen vorbei (beide 6 Punkte). Das dritte Gruppenspiel der Schweiz (in San Marino) stand noch aus.
Das Spitzenteam der Gruppe F hieß nach zwei Runden Nordirland (6 Zähler). Zu Beginn der Quali hatte die Mannschaft von Trainer Michael O´Neill einen 2:1-Sieg in Ungarn eingefahren, dem sie vor eigenem Publikum ein 2:0 gegen die Färöer folgen ließ (6., McAuley/20., Lafferty). Genügend Chancen für einen deutlicheren Sieg waren da - allerdings konnten sich die Nordiren auch bei ihrem Schlussmann Carroll bedanken, dass er einen Foulelfmeter der Gäste (37., Benjaminsen) parierte. Finnland (1:1 gegen Griechenland) und Rumänien (1:1 gegen Ungarn) blieben mit jeweils vier Zählern ebenfalls noch ungeschlagen.
Russlands enttäuschende 1:1-Punkteteilung gegen Moldawien eröffnete Österreich die Chance, die Führung in der Gruppe G zu übernehmen - die Marcel Kollers Elf durch den 1:0-Sieg gegen Montenegro nutzte (24., Okotie). "Wir hatten genügend Möglichkeiten, leider haben wir nur eine verwertet. Deshalb war die Anspannung bis zum Schluss sehr groß", monierte Koller, dass der Erfolg bis zum Abpfiff auf der Kippe stand. Die Schweden arbeiteten sich mit ihrem 2:0 über Liechtenstein auf das gleiche Level der Russen vor (je 5 Punkte), zwei Zähler hinter Österreich.
Zwei Begegnungen aus der Gruppe I blieben ohne Sieger: Armenien und Serbien sowie Albanien und Dänemark trennten sich jeweils 1:1 remis. "Glücklicherweise haben wir in der zweiten Halbzeit besser gespielt. Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, muss es aber akzeptieren, weil wir zur Halbzeit hinten lagen und uns schwer taten, zum Ausgleich zu kommen", kommentierte Morten Olsen das Spiel der Dänen. Vibe (81.) rettete den Punkt; Lenjani hatte die Albaner in Führung gebracht (38.). Beide Mannschaften belegten vorläufig mit je vier Zählern die Spitzenplätze, Serbien und Portugal hingen noch ein Spiel hinterher.
So einen Mann muss ich lieben. Ich will das mal mit der Oper vergleichen. Manni war bis zuletzt ein großartiger Sänger. Etwas älter zwar, aber noch immer mit einer sehr guten Stimme.
— Werder-Trainer und Klassik-Experte Otto Rehhagel zum Karriere-Ende von Manfred ,,Manni" Burgsmüller.