Paderborn oben, Relegationen mit Fürth und Bielefeld

von Günther Jakobsen17:59 Uhr | 11.05.2014

Paderborn hatte mit Aalen noch eine harte Nuss zu knacken, aber am Ende reichte das 2:1 und der direkte Aufstieg in die Bundesliga war perfekt. Greuther Fürth sicherte Rang drei gegen Sandhausen (2:0) und geht nun in die Relegation gegen den HSV. Im Finale um den Relegationsplatz im Tabellenkeller siegte Bielefeld in Dresden und muss seinen Platz nun gegen Darmstadt aus Liga drei verteidigen.

Der SC Paderborn 07 lag zwar nach neun Spielminuten durch ein Tor von Pohjanpalo zurück, raffte sich aber schnell wieder auf, und drehte die Partie gegen den VR Aalen durch Vucinovic (14.) und Vrancic (21.). Es folgten noch einige wenige Möglichkeiten auf beiden Seiten, aber richtig gefährlich wurde es nicht mehr für den SC, der bei einem Remis auf den Relegationsplatz abgerutscht wäre. Am Ende aber war der Jubel unbeschreiblich, denn Paderborn war direkt in die Bundesliga aufgestiegen und wurde damit das 53. Mitglied seit dem Beginn 1963. Derweil blieb die SpVgg Greuther Fürth im Heimspiel gegen den SV Sandhausen mit 2:0 erfolgreich, erledigte somit zwar seine Hausaufgaben, musste am Ende aber mit Rang drei Vorlieb nehmen und trifft in der Relegation auf den Hamburger SV. Für den BL-Absteiger von 2013 waren Azemi (52.) und Stieber (83.) erfolgreich. Die Minimalchance für den 1. FC Kaiserslautern, die vor dem Spieltag noch möglich war, verflüchtigte sich also im Laufe des Nachmittags, zumal der FCK auch deutlich mit 2:4 bei Fortuna Düsseldorf unterlag und letztlich sechs Zähler hinter Fürth auf Rang vier landete.

Nachdem Energie Cottbus bereits abgestiegen war, ging es am 34. Spieltag in der 2. Liga auch noch um den zweiten direkten Absteiger und den eventuell rettenden Relegationsplatz 16. Der Spielplan hatte es so eingerichtet, dass mit Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld die beiden Kandidaten direkt in Dresden aufeinander trafen. Die Partie war an Spannung und Spektakel kaum zu überbieten. Bielefeld ging nach der Gelb-Roten Karte für Hübner (37.) in Unterzahl durch Sturmspitze Klos dennoch in Front (41.) und erhöhte, nachdem auch Dynamo mit Gueye (59.) ebenfalls einen Spieler durch Gelb-Rot verloren hatte, durch Klos sogar auf 2:0 (63.). Dresdener Fans warfen danach Feuerwerkskörper aufs Feld, provozierten eine Viertelstunde Spielunterbrechung. Dynamo gelang nach der unfreiwilligen Pause zügig per Doppelschlag durch Poté (64.) und Koch (70.) zwar der Ausgleich zum 2:2, doch umgehend ging die Arminia durch Przybylko (71.) erneut in Führung. Das Dynamo-Powerplay verpuffte, weil es wenig flexibel angelegt war, so dass die Arminen den Vorsprung über die fünf Minuten Nachspielzeit brachten und in die Relegation gegen Darmstadt 98 dürfen, während Dresden in die 3. Liga absteigt.



Wenn du einen Elfer schießen musst, knallst du ihn einfach in die Mitte. Der Toni wird schon wegspringen!

— Wolfgang Sidka, Hertha BSC, zu einem Elfmeter gegen Köln und Toni Schumacher, 1983.