Während der FC Bayern (6:1 in Wolfsburg) und Schalke (4:0 über Hoffenheim) Kantersiege einfuhren, traten die Teams aus dem Keller der Liga eher auf der Stelle und spielten Remis. Zudem schoss Augsburg die Gladbacher beim 2:1-Auswärtserfolg weiter in die Krise.
Lange Zeit sah es für den VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern München gar nicht so schlecht aus. Naldo (17.) hatte die Werkself in Führung gebracht und Shaqiri (26.) den zu diesem Zeitpunkt recht glücklichen Ausgleich erzielt, denn die Wölfe waren eine Stunde lang das bessere Team. Dann aber wechselte Coach Guardiola Thiago und Mandzukic ein und die Tormaschine des FCB startete verspätet, aber dann umso furioser. Thomas Müller (63., 78.), Mandzukic (66., 80.) und Ribery machten aus dem Remis innerhalb von 17 Minuten ein 6:1 und fegten die Gastgeber mit einem Sturmwirbel vom Platz, auf den zuvor wenig hingewiesen hatte, aber die Klasse der Münchener einmal mehr unterstrich.
Nach den Klatschen gegen Real Madrid und den Bayern musste 1899 Hoffenheim die Wut des FC Schalke 04 über sich ergehen lassen und ging mit 0:4 deftig unter. Klaas-Jan Huntelaar war dabei der Matchwinner, traf in der 6., 29. und 79. Minute. Zudem verschoss der Niederländer in der 32. Minute in recht überheblicher Manier einen Elfmeter. Das 3:0 steuerte Obasi gegen seinen Ex-Klub bei (55.), der zwar zeitweise recht gut mitmischte, aber an diesem Tag jegliche Treffsicherheit vermissen ließ.
Der Absturz von Borussia Mönchengladbach in der Rückserie setzte sich auch im Heimspiel gegen den FC Augsburg fort. Gegen die schwach gestarteten Gäste ging die Favre-Elf zwar früh durch Raffael in Front (5.), doch der sich kontinuierlich steigernde FCA glich noch vor der Pause durch einen Fallrückzieher von Halil Altintop aus (35.). Im zweiten Durchgang gab es nur wenige Torszenen, doch einen klassischen Konter, den Werner in der 81. Minute perfekt zum Siegtreffer nutzte und Gladbach zum neunten Mal hintereinander ohne Dreier zurück ließ.
Wenig Erfolgreiches hatten zuletzt auch Hannover 96 und Bayer 04 Leverkusen zu vermelden. Im direkten Vergleich in der niedersächsischen Hauptstadt gelang keinem Team der Befreiungsschlag, sondern man trennte sich verdientermaßen mit einem 1:1. Castro hatte die Gäste in der 28. Minute nach vorne gebracht, Rudnevs mit einem Gewaltschuss (33.) für den Gleichstand gesorgt. Nach der noch recht unterhaltsamen ersten Halbzeit verflachte die Partie nach dem Seitenwechsel zusehends.
Eine Leistungssteigerung gegenüber den letzten Begegnungen musste man nach dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig dem VfB Stuttgart attestieren, obwohl es daheim nur zu einem 2:2 reichte. Die Schwaben waren nahezu während der gesamten Spielzeit überlegen, trafen jedoch trotz vielfältiger Chancen (u.a. vergab Gentner einen Foulelfmeter, 52.) nur zum 1:1 durch Maxim (30.) und 2:1 durch Harnik (35.). Die Braunschweiger machten dagegen aus sehr wenigen Möglichkeiten sehr viel, kamen durch Hochscheidt (24.) überraschend zur Führung und glichen spät durch einen Abstauber von Bicakcic aus (82.). Das Remis zwischen den beiden Kellerkindern half beiden Mannschaften vorerst indes aber kaum weiter.
Auch dem Hamburger SV gelang es gegen Eintracht Frankfurt vor eigenem Publikum nicht, mehr als einen Zähler einzufahren. Obwohl die Hessen wahrlich keine berauschende Leistung boten, gingen sie durch einen schönen Treffer von Madlung in Führung (29.). Der verletzungsgeplagte HSV spielte ebenfalls wenig einfallsreich, bekam aber nach einem Foul von Zambrano an Zoua einen Elfmeter zugesprochen, den Youngster Calhanoglu verantwortungsbewusst im Tor der Gäste unterbrachte (72.). Einen Sieger hatte die schwache Partie am Ende aber auch nicht verdient.
Ich wollte einen Freund im Saarland besuchen, bekam die Reise von meinen Eltern wegen eines gut bestandenen Abiturs. Ich rief ein paar Tage später an. Leute, ich bleibe hier!
— Jay-Jay Okocha 1992 auf die Frage, wie er Fußballprofi wurde.