Regionalliga Nord - Rückblick/Ausblick (Teil 2)

von Günther Jakobsen13:03 Uhr | 01.08.2013

Für die neue Saison qualifizierte sich Eintracht Braunschweigs Zweite direkt, SV Eichede und Eintracht Norderstedt folgten per erfolgreicher Relegationsrunden. Norderstedt profitierte von den Absagen anderer Klubs.

15 teilnehmende Mannschaften der vorigen Saison werden sich in der Spielzeit 2013/14 erneut gegenüberstehen. Als Nachwuchsteams höher angesiedelter Klubs sind dies VfL Wolfsburg II, Hannover 96 II, Werder Bremen II, FC St. Pauli II und Hamburger SV II. Die meisten dieser U23-Teams wurden mit neuen Verantwortlichen auf der Trainerposition bestückt. In Wolfsburg löste Valerien Ismael, aus Hannover kommend, Lorenz-Günther Köstner ab. „Über Jahre hinweg war Wolfsburg in der Regionalliga immer oben dabei. Es gilt jetzt, mit dem Team den nächsten Schritt zu schaffen. Primärziel ist, die Durchlässigkeit zum Profibereich weiter zu erhöhen und die Spieler auf ihrem Weg in die Lizenzmannschaft zu begleiten“, beschreibt Ismael den Wunsch aller seiner Kollegen: Eigengewächse in den Profi-Teams zu platzieren. Nachfolger des Franzosen bei den 96ern wurde Sören Osterland, der zuvor mit der U23 des FC Bayern arbeitete. Bei Werder Bremen ersetzte mit Viktor Skripnik ein Ex-Werderprofi einen anderen (Thomas Wolter). Gleiches bei St. Paulis U23, wo Thomas Meggle auf Jörn Großkopf folgte. Stadtrivale Hamburger SV hielt an Rodolfo Cardoso fest.

TSV Havelse, VfR Neumünster, ETSV Weiche Flensburg, Goslarer SC, BSV Rehden, VfB Oldenburg, SV Meppen, BV Cloppenburg, Victoria Hamburg sowie der SV Wilhelmshaven gehen mit ihrer jeweils ersten Mannschaft an den Start.

Drei Teams rückten neu auf: Der Oberliga Niedersachsen-Meister Eintracht Braunschweig II direkt, sowie der SV Eichede und Eintracht Norderstedt als die beiden besten Mannschaften einer vierköpfigen Aufstiegsrunde. Braunschweigs U23 startete erfolgreich in die Vorbereitung. „Es war der erste Test mit der neuen Mannschaft. Wir haben viel gewechselt und einiges ausprobiert. Dennoch hatten wir das Spiel immer im Griff und haben am Ende auch verdient gewonnen“, konnte Trainer Henning Bürger zufrieden feststellen, nachdem man den VfV Hildesheim, einen Gegner der vorigen Oberliga-Saison, glatt mit 5:0 abfertigte. Der von Oliver Zapel gecoachte SV Eichede (7 Punkte), Meister der Schleswig-Holstein-Liga der Saison 2012/13, qualifizierte sich als ungeschlagener Sieger einer vierköpfigen Aufstiegsrunde - mit Eintracht Norderstedt (6), Lupo Martini Wolfsburg (4) und dem Brinkumer SV (ohne Punkt) - für die Regionalliga. Damit Norderstedt - als Zweitplatzierter ebenfalls aufgestiegen - überhaupt die Relegation erreichte, musste einiges zusammenkommen. Thomas Seeligers (86 Bundesligaspiele) Mannschaft schnitt schließlich nur als Vierter der Oberliga Hamburg ab. Da Meister FC Elmshorn jedoch verzichtete und die nachfolgenden Teams von Altona 93 und TSV Buchholz keine Regionalliga-Lizenz beantragt hatten, erhielt Norderstedt seine Chance.



Wenn zwischen den Ohren alles stimmt, stimmt auch unten alles.

— Niko Kovac