Schalke will Wiedergutmachung

von Günther Jakobsen15:07 Uhr | 06.03.2015

Keine Partie des 24. Spieltags ist für den Abstiegskampf wichtiger als das Freitagsmatch VfB Stuttgart vs. Hertha BSC. "Wir haben noch insgesamt elf Spiele", merkt Huub Stevens richtigerweise an. Die ständig schrumpfende Möglichkeit zu punkten, sowie die kursierenden Gerüchte um eine Ablösung des Niederländers machen die Sache für die Schwaben jedoch nicht leichter. Harniks Rot-Sperre kommt hinzu, allerdings müssen auch die Gäste personelle Rückschläge verkraften: Schieber (Knie-OP) und die gesperrten Skjelbred und Niemeyer fehlen.

Bremen und Dortmund schaufelten sich in den letzten Wochen aus dem tiefsten Sumpf heraus. Entwarnung mag man allerdings hüben wie drüben noch nicht ausrufen: "Wir stecken immer noch in einer brenzligen Situation", betont Sebastian Kehl vor dem Gastspiel der Schwarzgelben beim Hamburger SV. Den Blick nach hinten richtet auch Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin, vor der Reise der Grünweißen in den Breisgau: "Wir wollen den Abstand gegenüber Freiburg mindestens gleich halten." Ein weiteres Abrutschen in der Tabelle droht Hannover 96 - die Niedersachsen empfangen den FC Bayern. Kapitän Lars Stindl ist nicht an Bord (Sperre); 96-Coach Tayfun Korkut bemüht das Prinzip Hoffnung: "Eine minimale Chance gibt es in einem Bundesligaspiel immer." So sieht das auch der Mainzer Trainer Martin Schmidt, der die 05er vor einem Duell mit einem der "laufstärksten Teams der Liga" sieht, den Gladbacher Borussen. An eine Schwächung der Gäste, wegen des Pokalspiels, glaubt er nicht. Tabellarisch fast auf Augenhöhe begegnen sich Schalke (35 Punkte) und Hoffenheim (33). Bei den Königsblauen liegt der Fokus auch darauf, die peinliche Schlappe des Derbys abzuschütteln. "Es muss zu erkennen sein, dass die Mannschaft unbedingt gewinnen will", fordert Horst Heldt. Nach vier sieglosen Partien sollte dies ebenfalls das Motto des FC Augsburg sein, der es allerdings mit dem durchgestarteten VfL Wolfsburg zu tun bekommt. "Das sind die großen Herausforderungen, denen stellen wir uns", sagt Markus Weinzierl.

Köln und Paderborn zählen nicht gerade zu den heimstärksten Teams der Liga. Auch deshalb dürften sich die Gastmannschaften des Sonntags etwas ausrechnen. Frankfurt kann zudem im Spiel gegen den FC wieder auf Innenverteidiger Zambrano und Seferovic, der im Hinspiel beim 3:2-Erfolg zwei Eintracht-Tore vorbereitete, zurückgreifen. Leverkusen musste in der Hinrunde eine 2:2-Punkteteilung (André Breitenreiter: "Wir denken gerne an die Gänsehaut-Stimmung in der BayArena zurück") gegen den Aufsteiger akzeptieren. Bayer-Coach Roger Schmidt - früher als Spieler und Trainer für den SCP aktiv - hat besonderen Respekt vor den Freistoßkünsten Alban Mehas.



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