Schalker Transfer-Coup

von Günther Jakobsen17:02 Uhr | 30.08.2013

In den acht noch offenen Begegnungen des vierten Spieltags verzeichnet das Nordderby Hamburger SV vs. Eintracht Braunschweig ein Alleinstellungsmerkmal: Es ist die einzige Partie, in der der Gastgeber tabellarisch oberhalb der Gäste rangiert.

Für Thorsten Fink soll aber nicht nur diese Position zum Aufsteiger erhalten bleiben - er fordert den ersten Saisondreier der „Rothosen“: „Wir haben Braunschweig beobachtet. Die Erkenntnis ist, dass wir sie schlagen müssen“. Punkte könnten aber auch die Braunschweiger gut gebrauchen, und Torsten Lieberknecht sieht sein Team dazu in der Lage, aus Hamburg etwas mitzunehmen: „Wir sind bereit dazu, auch wenn wir um unsere Rolle als klarer Außenseiter wissen“. Vor dem mit Spannung erwarteten Heimspiel gegen Leverkusen wartete der FC Schalke mit einem unverhofften Transfercoup auf: Die Verpflichtung Kevin-Prince-Boatengs (vorher Milan) hatte man in aller Stille abgewickelt. Werder Bremens angestrebte Verstärkung für die linke Abwehrseite - Santiago Garcia (vorher Palermo) weilt seit einigen Tagen in der Hansestadt - konnte aufgrund ungeklärter Vertragsverhältnisse noch nicht vollzogen werden; der Argentinier dürfte somit für das Gladbach-Spiel noch keine Option sein. In zwei anderen Samstagsspielen versuchen die ausgesprochen gut gestarteten Teams von Hertha BSC (in Wolfsburg) und dem FSV Mainz (in Hannover) ihre Punktausbeute auf niedersächsischem Terrain zu erweitern. Im Süden der Republik versucht derweil der FC Augsburg, auf fremdem Platz seinen ersten Bundesligadreier gegen den Club einzufahren.

Auf erste Bundesligapunkte als Chefcoach hofft Stuttgarts neuer Übungsleiter Thomas Schneider. Die Schwaben verpatzten unter der Woche durch Abwehrschwächen ihre EL-Chance, gegen Hoffenheim soll der auch in der Liga anhaltende Negativlauf gestoppt werden. Frankfurts geglückter Sprung in die Europa League-Gruppenphase dürfte den Hessen auch Rückenwind für das Sonntagsspiel gegen Dortmund verliehen haben. Die Verletzung Alexander Meiers trübte die Euphorie ein wenig. „Eine Chance besteht, dass er spielt“, hat Armin Veh aber Hoffnung, seinen zuletzt wieder sehr torgefährlichen Routinier einsetzen zu können.



Die Fans sind Teil des Fußballs, aber er gehört ihnen nicht.

— Karl-Heinz Rummenigge zu den Reform-Forderungen zahlreicher Fangruppen im Bündnis ,,Unser Fußball".