Der Paukenschlag der vierten Runde ließ den Celtic Park erbeben, wo der haushohe Favorit FC Barcelona eine 1:2-Niederlage einsteckte. Bemerkenswert war aber auch das Auftreten der deutschen Klubs.
Für die Bundesligaklubs war die vierte Runde, auch wenn nur der FC Bayern einen Sieg einfuhr, ein Erfolg. Schalke kam nach 0:2-Rückstand noch zu einem Remis gegen Arsenal und verteidigte seine Tabellenführung in der Gruppe B, derweil dem BVB mit dem 2:2 bei Real Madrid in der Gruppe D gleiches gelang. Beide westdeutsche Klubs brachten sich aussichtsreich fürs Achtelfinale in Stellung. Die Bayern (9 Punkte) verliehen ihrer Favoritenstellung in der Gruppe F mit dem 6:1-Kantersieg gegen OSC Lille (ohne Punkt) Nachdruck. Der FC Valencia (9) und BATE Baryssau (6) verblieben jedoch als ernstzunehmende Konkurrenten in Reichweite.
Rod Stewart trieb es die Freudentränen ins Gesicht. Der Popstar und Fan der „Bhoys“ war Augenzeuge des sensationellen 2:1-Heimsieges Celtic Glasgows (7 Punkte) über den FC Barcelona (9), der den Schotten - inmitten ihrer 125-jährigen Jubiläumsfeierlichkeiten - gute Chancen einräumte, sich neben den Katalanen in der Gruppe G durchzusetzen. Benfica Lissabon (4) ergriff mit dem 2:0-Heimerfolg über Spartak Moskau (3) den letzten Strohhalm, im Wettbewerb zu verbleiben. In der Gruppe H holte sich Manchester United, nach einem 0:1-Rückstand und kurzzeitigen Stromausfall bei Sporting Braga noch einen 3:1-Sieg, dem vierten Dreier im vierten Spiel. Mit zwölf Zählern sicherten sich die „Red Devils“ vorzeitig den Einzug in die K.o.-Runde, für Galatasaray, Cluj (jeweils 4 Punkte) und Braga (3) blieb alles offen.
Das 0:0-Unentschieden bei Dynamo Kiew (4 Punkte) genügte dem FC Porto (10), um als Spitzenreiter der Gruppe A seinen Achtelfinaleinzug perfekt zu machen. Paris St. Germain (9), bei dessen 4:0-Sieg gegen Zagreb (ohne Punkt) Ibrahimovic alle vier Treffer vorbereitete, ist auf allerbestem Wege, den Portugiesen zu folgen. Der FC Malaga (10) distanzierte in der Gruppe C das restliche Feld. Das 1:1-Remis beim AC Mailand brachte die Spanier vorzeitig ins Achtelfinale, derweil Milan (5) nur hauchdünn vor Anderlecht (4) und St. Petersburg (3) rangiert. Die Gruppe E liefert mit drei eng beieinander liegenden Teams den spannendsten Kampf um die beiden vorderen Ränge. Erst Moses’ Kopfballtreffer in der Nachspielzeit, zum 3:2-Erfolg über Donezk (7 Punkte), vergrößerte Chelseas (7) Hoffnung auf den Sprung in die nächste Runde entscheidend. Juventus (4:0 gegen Nordsjaelland) konnte endlich den ersten Sieg feiern. Addiert mit den drei Zählern aus ihren Remis-Spielen wahrten die Italiener ihre Achtelfinalchance.
Wir haben heute ein neues System kreiert: vorne zu- und hinten aufgemacht.
— Rudi Kröner nach einer 0:4-Pleite