Schweden gleichauf mit Österreich und Irland

von Günther Jakobsen14:24 Uhr | 12.06.2013

In drei WM-Qualifikationsspielen der UEFA mit skandinavischer Beteiligung schnitten die Nordeuropäer unterschiedlich ab. Dänemark verspielte wahrscheinlich eine Endrundenteilnahme endgültig durch die Heimpleite gegen Armenien; auch Finnlands Aussichten blieben äußerst dezent. Schweden hingegen festigte sich wieder im Kampf um den zweiten Rang der Gruppe C.

Gruppe B
Das einst als „Danish Dynamite“ gefeierte Nationalteam Dänemarks musste mit dem 0:4 auf eigenem Platz gegen Armenien einen Tiefpunkt in seiner WM-Qualifikationshistorie hinnehmen. Die dadurch bei sechs Punkten stehen gebliebene Mannschaft Morten Olsens dürfte es schwer haben, in den letzten vier Runden noch den zweiten Platz in der Gruppe zu erobern. Die führenden Italiener (14 Zähler) sollten ohnehin schon außer Reichweite sein. Armenien überraschte die Dänen mit einem Blitzstart. Noch nicht einmal eine halbe Minute war gespielt, als Movsisyan, der vor drei Jahren beim dänischen Erstligisten Randers FC unter Vertrag stand, eine Abwehrschwäche ausnutzte und aus zwölf Metern zum 1:0 für die Gäste traf. Dänemark versuchte, so schnell wie möglich den Ausgleich zu markieren, vernachlässigte darüber jedoch die Defensive. Mit einem weiten Ball, aus der eigenen Hälfte geschlagen, überrumpelte Armenien die Gastgeber. Özbiliz war frei durch und erhöhte auf 2:0 (19.). Blamables Abwehrverhalten der Dänen ging den Treffern der Armenier in der zweiten Halbzeit voraus, als nochmals Movsisyan (59.) und abschließend Mkhitaryan (82.) das Resultat in die Höhe schraubten.

Gruppe C
Mit dem 2:0-Erfolg der Schweden über die Färöer wurde das Tabellenbild in der von Deutschland angeführten Gruppe C begradigt. Alle Teams wiesen nun sechs Partien aus - und die im Juni spielfreien Deutschen (16 Punkte) hatten ihren Vorsprung ausgebaut. Schweden gewann erwartungsgemäß gegen die Insulaner, nachdem die wenige Tage zuvor erlittene 1:2-Schlappe in Österreich die Elf von Erik Hamren unter Zugzwang gesetzt hatte. „Ich hatte auf mehr Tore gehofft, aber auch so sind es drei Punkte“, meinte der schwedische Coach. Gleichauf mit Österreich und Irland (jeweils 11 Zähler) wahrten die Skandinavier ihre Chancen, als Zweiter durchs Ziel zu gehen. Ibrahimovic drückte das Leder in der 35. Minute aus kurzer Distanz über die Linie und verwandelte in der 82. Minute einen Foulelfmeter zur endgültigen Entscheidung, nachdem die Schweden kurz zuvor in Unterzahl gerieten (79., Rote Karte für Granqvist).

Gruppe I
Finnland ging aus den beiden im Juni ausgetragenen Gruppenspielen gegen Weißrussland zwar als Sieger hervor, blieb jedoch in der Tabelle mit seinen sechs Zählern noch klar hinter Spanien (11) und Frankreich (10) zurück. „Mit den vier Punkten aus den beiden Spielen kann ich nicht zufrieden sein“, erklärte folgerichtig der finnische Coach Mixu Paatelainen. Nach dem knappen 1:0-Heimsieg schien seine Mannschaft auch das Rückspiel mit dem gleichen Resultat abschließen zu können, da Pukki ein zeitiger 1:0-Führungstreffer glückte (24.). Im Zentralstadion von Gomel, der zweitgrößten Landesstadt, glich Weißrusslands Abwehrspieler Verkhovtsov aber kurz vor Schluss vor eigenem Publikum zum 1:1 aus. Finnland muss innerhalb der drei letzten Gruppenspiele noch gegen Spanien und Frankreich antreten.



Leverkusen ist sicher eine sympathische Mannschaft. Das müssen heute auch meine Spieler im Hinterkopf gehabt haben, denn sie haben Geschenke verteilt wie an Weihnachten.

— Hertha-Trainer Huub Stevens nach einer 1:4-Pleite der Berliner in Leverkusen