Sechs Mal Augenhöhe

von Günther Jakobsen16:14 Uhr | 04.10.2013

Sechs Mal treffen am 8. Spieltag Teams aufeinander, die punktemäßig sehr eng beieinander stehen. Das Freitagsspiel, zwischen den Tabellennachbarn Hannover 96 und Hertha BSC, zählt dazu. Als Bundesligapremiere geht das Niedersachsen-Duell VfL Wolfsburg vs. Eintracht Braunschweig über die Bühne. Leverkusen misst sich mit dem FC Bayern.

96-Coach Mirko Slomka lobt die Berliner Gäste: „Ein sehr guter Aufsteiger, der bewiesen hat, zurecht oben in der Tabelle zu stehen“. Nichtsdestotrotz setzt er darauf, die makellose Heimbilanz der „Roten“ (vier Siege) fortzusetzen und den vierten Rang zu festigen. Tabellarisch nahezu auf Augenhöhe sind auch die Kontrahenten des Spitzenspiels; Bayer Leverkusen rangiert nur einen Zähler hinter dem FC Bayern. „Jeder weiß, wie schwer es werden wird. Aber ich gehe auch in dieses Spiel, um es zu gewinnen“, macht sich Sami Hyypiä Hoffnungen, die Reihenfolge in der Tabelle umkehren zu können. FCB-Kapitän Philipp Lahm rechnet mit einem Härtetest für den Münchner Triple-Gewinner: „Leverkusen ist gut drauf. Das ist ein gefährlicher, spielstarker Gegner“. In der Partie Schalke 04 vs. FC Augsburg hätten die Gastgeber ebenfalls die Möglichkeit, mit einem Sieg am Gegner vorbeizuziehen. Allerdings fällt bei den „Knappen“ Energiebündel Farfan für ein paar Wochen aus. „Für Schalke zählt nur der Sieg, die Spieler werden alles daran setzen, um gegen uns zu gewinnen“, bereitet Markus Weinzierl seine Mannschaft auf einen offensiv eingestellten Gegner vor. Beim Match VfB Stuttgart gegen Werder Bremen darf man sich nach statistischer Wahrscheinlichkeit auf zahlreiche Treffer vorbereiten: Der Durchschnitt der letzten 14 Vergleiche weist 4,5 Tore pro Spiel aus. Die Bilanz dieser beiden Bundesliga-Urgesteine ist nahezu ausgeglichen: 33 Mal siegte der VfB, 32 Mal Werder (29 Remis). Das Erstligaduell FSV Mainz vs. 1899 Hoffenheim kann mit so viel Tradition nicht mithalten (8 Partien, 5 Mainzer Siege, ein Sieg der Kraichgauer), markiert aber ebenso wie das Spiel VfB gegen Werder ein Treffen punktgleicher Teams.

Zwei Samstagspartien werden zwischen Mannschaften mit deutlich differierenden Punktekonten geführt: Das Borussenduell Mönchengladbach (10 Zähler) gegen Dortmund (19) und die niedersächsische Begegnung Wolfsburgs (9) mit Eintracht Braunschweig (1). „Die Dortmunder gehören für mich zu den besten Mannschaften Europas. Sie sind kontinuierlich in Bewegung, egal ob vor- oder rückwärts. Wir haben großen Respekt vor ihnen, aber keine Angst“, schwört Lucien Favre die „Fohlen“ auf das Spiel gegen den Tabellenführer ein. Der Einsatz des angeschlagenen Wolfsburger Spielmachers Diego ist gegen Braunschweig nicht gefährdet - ein weiteres Indiz dafür, dass die Favoritenstellung in dieser Partie klar bei den Gastgebern zu suchen ist. Im Lager der Gäste hofft man indes, dieses Niedersachsenderby könne die Wende zum Guten einleiten. Torsten Lieberknecht: „Wir wollen das Herz morgen in die Hand nehmen“.

Kurz bevor das Spiel der Europa League-Teilnehmer SC Freiburg und Eintracht Frankfurt am Sonntag den Spieltag abschließt, versucht der 1. FC Nürnberg (5 Zähler) sich deutlicher vom punktgleichen Gast aus Hamburg abzusetzen. Nur die etwas bessere Tordifferenz gegenüber dem HSV bewahrte die Franken davor, wieder in die Abstiegsränge abzurutschen. „Am Sonntag wollen wir definitiv den ersten Dreier“, legt sich Michael Wiesinger fest, das nachzuholen, was die Gäste dem Club noch voraushaben. Personell ist man fast komplett, nur Ginczek steht nicht zur Verfügung.



Für kölsche Verhältnisse bin ich doch sowieso schon der Wenger.

— Peter Stögers Antwort zum Wunsch von Kölns Vize-Präsident Toni Schumacher, er solle der "kölsche Wenger" werden. Stöger war zu dem Zeitpunkt rund vier Jahre als FC-Trainer im Amt.