In der letzten Spielminute nahm Schlusslicht Greuther Fürth den Königsblauen die Punkte beim 2:1-Erfolg weg, aber auch Augsburg holte einen Zähler beim 1:1 in Wolfsburg. Da selbst Hoffenheim gegen Freiburg mit 2:1 siegte, blieben die drei Teams auf den untersten Tabellenrängen ohne Niederlage. Derweil bremste der FC Bayern Mainz auf dessen Terrain mit 3:0 aus und Düsseldorf schickte Stuttgart mit einer 1:3-Schlappe nach Hause.
Auch gegen den FC Bayern München bewies der 1. FSV Mainz 05 vor allem im ersten Durchgang seine Stärken in der Defensive. Einmal jedoch fand der Rekordmeister eine Lücke und ging durch Thomas Müller mit der ersten FCB-Chance in Front (41.). Ein Doppelschlag von Mandzukic (50., 57.) machte einmal mehr einen deutlichen Erfolg für den Favoriten klar.
Als eine echte Sensation muss man den 2:1-Sieg der SpVgg Greuther Fürth beim FC Schalke 04 bezeichnen. Das Schlusslicht hatte kaum Torchancen und der Favorit ging auch völlig verdient durch einen Hammer von Neuzugang Bastos in Führung (47.). Doch schon der Ausgleich durch Klaus (52.) beim ersten Durchbruch der Gäste ließ die Schalker nachdenken. Danach spielten die Teams auf Augenhöhe, wobei Raffael drei Minuten vor Schluss den Sieg für S04 per Pfostenschuss verpasste. Beim letzten Angriff aber sorgte Djurdic mit einem Kopfballheber für das nicht für möglich gehaltene 2:1 der Fürther.
Auch der FC Augsburg ließ beim enttäuschenden VfL Wolfsburg aufmerken. Das 1:0 durch Naldo (23.) wurde umgehend durch Moravek (25.) beantwortet. Mehr Tore fielen nicht, da Wolfsburg offensiv wenig Zustand brachte, der FCA in einer allerdings schwachen Partie sogar etwas eher am 2:1 kratzte.
Hoffnung auch bei 1899 Hoffenheim. Gegen den SC Freiburg konnte der Vorletzte der Liga erstmals in der Bundesliga gewinnen. Vor allem in der Deckung wirkten die Kraichgauer viel konzentrierter als zuletzt. Max Kruse brachte die Gäste zwar früh nach vorn (4.), doch Volland per Doppelschlag (10., 27.) drehte die Partie. Dem Sport-Club gelang es danach nicht mehr, die neu formierte Abwehr Hoffenheims zu überlisten.
Deutlicher als sich die Kräfteverhältnisse auf dem Platz darstellten, siegte Fortuna Düsseldorf über den VfB Stuttgart. Vor allem einem Doppelschlag von Robbie Kruse (10., 37.) in einer von den Schwaben verschlafenen ersten Halbzeit war es geschuldet, dass die Heimelf am Ende die Nase vorne hatte. Gentner brachte die Gäste zwar nach einer Stunde auf 1:2 heran, doch ein Gewaltschuss von Joker Fink, bei dem Schlussmann Ulreich gar nicht gut aussah (76.), stellte den alten Abstand wieder her.
In 15 oder 20 Jahren? Da leben wir beide schon gar nicht mehr.
— Stefan Effenberg zu einem Journalisten.