Je eine unnötige Niederlage gab es für Sion in Basel und für Aarau in Luzern. Klare Verhältnisse herrschten hingegen bei den übrigen Spielen, bei welchen sich die Young Boys gegen Lausanne, die Grasshoppers gegen Sankt Gallen und der FC Zürich gegen Thun nicht lumpen liessen.
Der neue Trainer des FC Sion, Raimondo Ponte, stellte sein Team gegen den FC Basel sehr defensiv ein. Das bewährte sich bis zu einem unmotivierten Foul von Kouassi im eigenen Strafraum. Fabian Frei verwertete den Elfmeter problemlos. Das Tor nach einer knappen Stunde blieb das einzige der Partie.
Ein ebenfalls unnötiger Elfmeter entschied die Partie des FC Luzern gegen Aarau zu Gunsten der Innerschweizer. Andrist, der Neue im Aarau-Dress, fällte Hyka. Kahraba traf vom Punkt. Zuvor waren die Innerschweizer durch Tore von Ionita, der nach Verona wechseln wird, und Gonzalez zweimal in Rücklage geraten, konnten aber dank einem Tor von Winter und einem Handelfmetertreffer von Rangelov jeweils ausgleichen.
Der Venezolaner Martinez brachte die Berner Young Boys mit einem Distanzschuss in Führung. Er gab auch den Pass, den Nuzzolo zum 2:0 gegen Lausanne verwertete. Zwei Abwehrfehler ermöglichten es den Gästen durch ihren neuen Spieler Vukusic und den Routinier Tafer auszugleichen. Es war erst eine halbe Stunde gespielt. Ein Foul des jungen Ersatztorhüters Antonio führte zu einem Elfmeter für das Heimteam, den Gajic mit etwas Glück verwertete. Dann war die Reihe wiederum an Martinez, der mit einem direkt verwandelten Freistoß den Zweitorevorsprung erneut herstellte. Eine nächste Unsicherheit des Lausanner Keepers nutzte Frey zum 5. Treffer für die Berner. Das 3:5 durch Tafer zeigte zwar die defensiven Schwächen der Gelbschwarzen auf, brachte den Gästen aber trotzdem keine Punkte mehr.
Gegen einen harmlosen FC Thun ging der effiziente FC Zürich durch Tore von Gavranovic und Etoundi 2:0 in Front. Aus dem Nichts erfolgte Marco Schneuwlys Anschlusstreffer und damit das erste Gegentor der Rückrunde für den FCZ. Die Entscheidung für die Zürcher führte Sadiku mit seinem Tor kurz vor Schluss herbei.
Der zweite Zürcher Verein in der Schweizer Super League, die Grasshoppers, geriet gegen den FC Sankt Gallen durch Montandon in Rücklage, bevor Ben Khalifa mit einem Doppelpack die Partie drehte. Eine ungestüme Aktion von Nushi brachte diesem die Rote Karte ein. Zürichs Torhüter Bürki musste mit einer Gehirnerschütterung vom Platz gebracht werden. Für ihn kam Taini. Der neue Schlussmann hatte aber nichts mehr zu tun. Dafür glänzte der neue israelische Stürmer Dabbur, dem ebenfalls ein Doppelpack gelang. Bei Gashis Treffer in der Schlussminute war die Partie längst entschieden.
Andreas Beck, Bern
Er ist ein phantastischer Spieler - wenn er nicht betrunken ist.
— Brian Laudrup, Mitspieler von Paul Gascoigne bei den Glasgow Rangers.