Sonntags die Aufsteiger

von Günther Jakobsen14:51 Uhr | 16.08.2013

Das noch bis Ende August geöffnete Transferfenster trägt dazu bei, den Reiz der neuen Saison noch aufzupeppen. So darf man darauf gespannt sein, ob in der Partie Werder Bremens gegen den FC Augsburg die jeweilig neu verpflichteten Offensivkräfte - Di Santo für Werder und Bobadilla für den FCA - bereits zum Einsatz kommen. Nicht ganz ausgeschlossen erscheint zudem, dass der jüngst vom FC Bayern zum VfL Wolfsburg transferierte Gustavo seinen ersten Auftritt im „Wolfspelz“ absolviert. Im Spiel gegen Schalke fehlen der Hecking-Elf die gesperrten Arnold und Klose, bei den „Knappen“ stand hinter Draxlers Einsatzchance noch ein Fragezeichen.

In Hamburg treffen mit den gastgebenden „Rothosen“ und 1899 Hoffenheim zwei Mannschaften aufeinander, die in der Vorwoche unentschieden spielten, jedoch mehr hätten einfahren können. „Hoffenheim ist richtig gefährlich“, warnt Thorsten Fink deshalb und hat dabei speziell die Offensivreihe der Gäste im Sinn. 1899-Coach Markus Gisdol hat Respekt vor des Gegners Spielgestaltung: „Wir dürfen den HSV nicht in Ruhe sein Aufbauspiel machen lassen. Das ist die größte Stärke dieser Mannschaft“. Für Stuttgart, Freiburg, Frankfurt und Mönchengladbach verlief der Saisonstart unerfreulich: Man kam punktlos aus dem ersten Spieltag heraus. Umso wichtiger wäre es für dieses Quartett, das am Samstag jeweilig anstehende Heimdebüt erfolgreich zu gestalten. Der VfB muss gegen die stark in die Saison gestarteten Leverkusener die Innenverteidigung ändern (Tasci und Niedermeier verletzt). Bruno Labbadia spricht der umgebauten Abwehr sein Vertrauen aus, räumt aber ein: „Das wird nicht einfach“. Mutmaßlich sehr schwer wird es für Eintracht Frankfurt werden, nach dem 1:6-Katastrophenstart von Berlin gegen den FC Bayern in die Spur zurückzufinden. „Wir werden nicht mit breiter Brust ins Spiel gehen“, glaubt Armin Veh. Eintrachts Mittelfeldakteur Alexander Meier gibt eine pragmatische Einschätzung ab: „Im Normalfall gehen die Bayern als Sieger vom Platz, aber niemand ist unbesiegbar“. Den FSV Mainz zu besiegen, ist das Ziel der Freiburger. „Wir müssen als Mannschaft Stabilität hinkriegen …“, ringt Christian Streich jedoch noch damit, die Automatismen der Breisgauer zu verbessern. Längst noch nicht in optimaler Verfassung wähnt sich auch Gladbach-Coach Lucien Favre vor dem Spiel gegen die 96er: „Wir machen Fortschritte und wir werden auch weiter Fortschritte machen“.

Aufsteiger und Überraschungs-Tabellenführer Hertha BSC tritt im ersten Sonntagsspiel beim 1. FC Nürnberg an. Dessen Spielmacher Markus Feulner will den Kantersieg der Berliner nicht zu hoch hängen. Priorität legt Feulner eher darauf, so schnell wie möglich das Klassenziel der Franken, den Nichtabstieg, zu erreichen: „Für uns ist es wichtig, dass wir sofort anfangen zu punkten“. Abschließend wird die Partie schwarzgelb (BVB) vs. blaugelb (Braunschweig) angepfiffen. Dass es mit dem „Punkten“ in Dortmund kompliziert werden könnte, hat Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht durchaus auf der Rechnung. „Wir versuchen, uns dort bestmöglich zu verkaufen“, sagt der 40-Jährige. Kumbela steht für diese Partie noch nicht zur Verfügung. Dortmund muss auf Gündogan verzichten (Rückenprobleme).



Das größte Problem beim Fußball sind die Spieler. Wenn wir die abschaffen könnten, wäre alles gut.

— Helmut Schulte