Spanien drei Mal vertreten

von Günther Jakobsen12:59 Uhr | 14.03.2013

Im Endspurt um die letzten vier Viertelfinalteilnehmer war die Bundesliga durch den FC Bayern erfolgreich, derweil Schalke an Galatasaray scheiterte. Die spanische Primera Division meldete Erfolg auf ganzer Linie …

Konnte man den drei Wochen zuvor erzielten 2:0-Heimsieg Milans über Barca noch mit Komplimenten an die gut organisierten Italiener ausstatten, so blieb nach dem Rückspiel nur die Anerkennung einer perfekten Antwort seitens der Spanier. Barcelona schaffte es als erstes Team der Champions League-Geschichte, nach einer 0:2-Niederlage den Spieß noch umzudrehen. Einmal mehr herausragend: Lionel Messi. Umringt von Gegenspielern platzierte der Argentinier den Ball aus 15 Metern unhaltbar ins linke obere Eck (5.) - der frühe Anfang einer Aufholjagd. Von Iniesta aus dem Mittelfeld ins Spiel gebracht, erhöhte er noch vor der Pause auf 2:0 (40.). Mit dem 3:0 durch Villa hatten die Katalanen die Weichen auf Viertelfinale gestellt (55.); ein durch Alba in der Nachspielzeit erfolgreich abgeschlossener Konter zum 4:0 beseitigte endgültig die Gefahr, von Milan durch einen Lucky Punch noch abgefangen zu werden. Die strikte Defensivtaktik der Italiener war nicht aufgegangen. Pech hatten sie allerdings, als Niang bei einem Gegenstoß nur den linken Pfosten traf (38.). „Wir haben uns nichts vorzuwerfen“, erklärte Coach Massimiliano Allegri. „Das erste Tor hätte man besser verteidigen können. Aber letzten Endes gehört es zu dem Lernprozess, den dieses Team noch braucht.“ Barcas Sportdirektor Andoni Zubizarreta betonte die Bedeutung, trotz schlechter Ausgangslage das Blatt gewendet zu haben: „Wir werden uns noch in Jahren daran erinnern.“

Für den FC Malaga galt es, gegen den FC Porto eine 0:1-Auswärtsniederlage wettzumachen. Manuel Pellegrini hatte darauf hingewiesen, wie wichtig es wäre, kein Gegentor zuzulassen. In dem Fall müsste Malaga schon drei Treffer markieren. Prinzipiell waren die Gastgeber jedoch nur in der Anfangsphase gefährdet, als Porto leichte Vorteile verzeichnete. Mit zunehmender Spieldauer steigerte sich Malaga aber und hatte Pech, als ein Treffer Saviolas nicht anerkannt wurde. Da Isco wenig später mit einem klasse Schuss von der Strafraumgrenze ins linke Eck traf (43.), war der Ärger schnell verraucht. Mit dem berechtigten Platzverweis für Defour (49., Gelb-Rot) schwand Portos Hoffnung, das Spiel noch in den Griff zu bekommen. Malaga ließ nicht locker, drängte auf den zweiten Treffer und bekam ihn auch: Zwei Minuten nach seiner Einwechslung stieg der Ex-Münchner Santa Cruz bei einem Eckstoß zum Kopfball hoch und versenkte das Leder im Gästetor (77.). Der 2:0-Sieg über Porto verhalf dem Champions League-Debütant aus Malaga - neben Real Madrid und dem FC Barcelona der dritte Primera Division-Klub - zum Sprung unter die besten Acht.

Im Viertelfinale:

Borussia Dortmund
Real Madrid
Juventus Turin
Paris St. Germain
Galatasaray Istanbul
FC Barcelona
FC Bayern München
FC Malaga



Als er auf der Seite vor der Trainerbank spielte, ging's ganz ordentlich. Später war dann Dr. Oetker zu Besuch.

— Hannes Bongartz, Trainer Wattenscheid 09, über seinen Abwehrspieler Carsten Wolters.