Spannung bis zum Schluss

von Günther Jakobsen16:07 Uhr | 30.03.2006

Zwei technisch starke Teams, die beide auf Torerfolg aus waren und der Langeweile keine Chance ließen. Inter entschied das Heimspiel mit 2:1 für sich, aber Villarreal hinterließ nicht den Einddruck, dass das letzte Wort über den Halbfinaleinzug bereits gesprochen wäre.

Die Abtastphase fiel aus, weil die Gäste aus Spanien sofort nach Anpfiff den kürzesten Weg zum gegnerischen Tor suchten - und fanden. Jose Maris Schuss konnte Toldo noch parieren, gegen den Nachschuss des frei stehenden Forlan war Inters Schlussmann dann machtlos (1.). Die Gastgeber ließen sich nicht lumpen und versuchten umgehend, es Villarreal gleichzutun. Das rettende Bein von Abwehrspieler Javi Venta, der einen Adriano-Schuss abfing, rettete den Gästen in der zweiten Minute noch die überfallartig erzielte Führung. Da Inter jedoch nicht daran interessiert war, dass Villarreal sich bequem mit dem 1:0 im Rücken hinten rein stellen konnte, drängten sie vehement auf den Gleichstand und wurden schon in der siebten Minute belohnt. Einmal mehr war Goalgetter Adriano (12. Treffer aus 15 CL-Spielen) derjenige, der, mit einem Drehschuss, den Italienern einen Torerfolg verschaffte. Die Mailänder gönnten weder sich noch den Gästen eine Verschnaufpause und so entwickelte sich ein flotter Kick mit angreifenden Italienern und konternden Spaniern. Fast hätte Adriano das Spiel noch vor der Pause gedreht, sein Kopfball strich jedoch knapp am Tor vorbei (42.).

Der für den verletzt ausgeschiedenen Recoba eingewechselte Martins entschied das Spiel in der 54. Minute, als er eine vom stark auftrumpfenden Stankovic geschlagene Flanke aus fünf Metern im Tor Villarreals unterbrachte. Allerdings war dies bei weitem nicht die letzte Tormöglichkeit dieser hoch interessanten Auseinandersetzung. Sowohl Inter wie Villarreal waren um weitere Treffer bemüht und spielten auch Chancen heraus, doch das Leder wollte die Torlinien einfach nicht mehr überqueren. Riquelme jagte der Heimmannschaft noch einen gewaltigen Schrecken, als sein Freistoß aus gut 25 Metern an die Latte krachte (63.). Die Partie machte Appetit auf das Rückspiel, das für beide Klubs noch alle Optionen offen hält.



Solange uns die Hosen nicht die Knie runterrutschen, bin ich davon überzeugt, dass wir Weltmeister werden.

— Jürgen Kohler mit einer Prognose zu den Titelambitionen der deutschen Mannschaft vor dem Spiel gegen Schweden.