Freiburg holte in Stuttgart in der Schlussphase noch einen Punkt, der HSV meldete sich gegen Augsburg mit einem 3:2 zurück, während Hannovers Krise nach dem 1:2 gegen Hoffenheim an Brisanz gewann. Derweil legte Dortmund harmlose Frankfurter mit einem 2:0 aufs Kreuz; gleichzeitig trennten sich Köln und Leverkusen im Derby mit einem 1:1. Am Freitagabend entledigte Mainz sich mit einem 2:0 über Schalke wohl aller Abstiegssorgen.
Der VfB Stuttgart war im Südwest-Derby dem SC Freiburg zur Halbzeit nach einem Doppelschlag durch Ginczek (24.) und Harnik (27.) scheinbar schon enteilt, doch zwei Treffer von Petersen (58. per Elfer und 85.) sowie der Platzverweis für Hlousek (66.) bildeten die Grundlage für ein Remis, das den Breisgauern im Abstiegskampf mehr nutzt als den Schwaben.
Hoffnung für den Hamburger SV keimt unter dem neuen Coach Labbadia nach dem Heimsieg über den FC Augsburg auf. Zwar ging der HSV durch Olic (11.) und Lasogga (19.) früh in Front, doch Bobadilla (25.) sowie Werner (69.) glichen für die Gäste aus. Das prompte 3:2 durch Lasogga (71.) zum 3:2 hielt indes bis zum Abpfiff. Fazit: Bester Auftritt der Hanseaten nach langer Durststrecke.
Weiter abwärts geht es allerdings für Hannover 96 auch unter "Feuerwehrmann" Frontzeck bei dessen Debüt auf der Bank. Modeste schockte die Niedersachsen bereits nach einer guten Minute Spielzeit, doch Stindl glich vom Punkt nach 24 Minuten aus. 96 und ihre Gäste aus Sinsheim boten eine flotte Partie, in der 1899 jedoch das bessere Ende erwischte, weil Joker Schipplock per Kopf zur Entscheidung traf (83.).
Für Borussia Dortmund zeigt der Weg weiterhin in Richtung Europa League. Aubameyang (24.) und Kagawa (32.) entschieden mit ihren Treffern das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt recht zeitig. Weitere gute Möglichkeiten vergab vor allem der deutlich überlegene BVB.
Nach sieben Siegen in Folge musste sich Bayer Leverkusen im Derby beim 1. FC Köln mit einem 1:1 begnügen, weil der Geißbock-Joker Finne in der 83. Minute ausglich. Zuvor hatten Bayer-Nachwuchsmann Brandt mit einem satten Schuss für die Führung der Städtenachbarn gesorgt. Das Unentschieden ging insgesamt in Ordnung. Calhanoglu vergab noch einen Elfer, scheiterte an Keeper Horn.
Abwehrspezialist Stefan Bell war am Freitagabend der Matchwinner für den 1. FSV Mainz 05 gegen die erneut enttäuschenden Kicker vom FC Schalke 04, dessen Europa League-Ambitionen langsam aber stetig dahinschwinden. Bell fabrizierte einen recht einmaligen Doppelschlag (28., 31.), den die Hausherren gegen wenig kreative Gäste überaus sicher über die Bühne brachten.
Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.
— Jürgen Wegmann