Spektakel in Frankfurt

von Günther Jakobsen13:36 Uhr | 18.12.2014

Stuttgart war der Gewinner aus dem unteren Bereich, Frankfurt - trotz Punkteteilung - im Mittelfeld und Gladbach wurde erster Wolfsburg-Verfolger. Die Bayern kamen bei ihrem neunten Heimsieg zu einem 2:0 über Freiburg.

Nahezu alle Kellerklubs mussten am 16. Spieltag Rückschläge verdauen. Einzige Ausnahme: Der VfB Stuttgart, der drei Punkte aus seinem Gastspiel in Hamburg mitnahm - trotz langem Unterzahlspiels (53., Rote Karte für Niedermeier). "Gegen zehn Mann muss man kreativer sein und mehr Druck auf die Kiste kriegen", kritisierte HSV-Coach Joe Zinnbauer. Der Erfolg der Schwaben war verdient, da sie in der ersten Hälfte eine Reihe von Torchancen herausholten, von denen Klein eine aus der 43. Minute zum 1:0-Sieg nutzte. Der VfB zog somit mit Hamburg gleich (16 Punkte), während Dortmund eine zweimalige Führung gegen Wolfsburg nicht über die Zeit brachte und lediglich einen Zähler (insgesamt 15) erspielte. Immerhin zeigte der 2:2-Vortrag zwei spielstarke Mannschaften, die sich auf Augenhöhe maßen. Werder Bremen (14) hätte in Mönchengladbach in der ersten Spielphase mit einer besseren Chancenverwertung etwas erreichen können. Doch nachdem die abschlussstärkeren "Fohlen" erst einmal eine 2:0-Halbzeitführung im Rücken hatten, war trotz des 1:2-Anschlusstreffers von Junuzovic nicht mehr viel herauszuholen. Am Ende stand ein 4:1-Erfolg der Gastgeber, der Werder ans Tabellenende schickte. Freiburg blieb aufgrund der besseren Torbilanz noch oberhalb der Bremer. "Dass wir am Ende nur 2:0 verloren haben, gibt uns auch ein bisschen Kraft", schätzte Christian Streich die zu erwartende, immerhin glimpflich ausgefallene Niederlage beim FC Bayern als akzeptabel ein.

Hertha BSC, Paderborn, Mainz und Köln (0:0 im direkten Vergleich) blieben - allesamt sieglos - im jenen Tabellenbereich stecken, der noch eine gefährliche Nähe zur Abstiegsregion darstellt. Frankfurt, als Tabellenneunter, durfte auf eigenem Platz das dramatische 4:4-Remis gegen Hertha als Erfolg feiern, da man nach einem 0:3- und 2:4-Rückstand auf den letzten Drücker noch ausglich. Held des Tages: Alex Meier mit seinem späten Doppelpack. "Es macht unheimlich viel Spaß, mit diesem Team zu arbeiten, aber es kostet auch Nerven", kommentierte Thomas Schaaf. Hannover wahrte dank seines 2:0-Sieges gegen Augsburg direkten Kontakt zu den EL-Plätzen. FCA-Coach Markus Weinzierl zeigte Verärgerung über den zweiten Gegentreffer (55., Joselu): "Für den Elfmeter habe ich kein Verständnis, er war vorentscheidend." Für die Entscheidung im spannenden Vergleich zwischen Hoffenheim und Leverkusen sorgte Kießling, der in der vergangenen Saison noch das ominöse Phantomtor gegen die Kraichgauer markierte. Sein 1:0-Treffer aus der 79. Minute belohnte zurecht die Gäste, die mehr Angriffswucht auf den Platz brachten. "Leverkusen hat das Spiel in der zweiten Halbzeit gewonnen, als sie eine Viertelstunde richtig Druck gemacht haben", räumte Markus Gisdol ein. Weniger eindeutig war Schalkes 2:1-Erfolg in Paderborn, da der Aufsteiger sich äußerst teuer verkaufte. "In der ersten Hälfte war Paderborn viel besser als wir", gab Roberto Di Matteo zu, der sich nichtsdestotrotz über den Sprung auf Platz fünf freute.

André Schulin



Schauen sie nur seinen Mund an. Der ist so breit, wenn der lacht, bekommen die Ohren Besuch!

— Wolfgang Ley