Der 24. Spieltag in Liga drei hatte nach einigen Spielverlegungen dennoch eine Überraschung, denn Spitzenreiter Arminia Bielefeld unterlag 0:3 bei Fortuna Köln, und ein Derby, Erfurt gegen Dresden, vor leeren Rängen zu bieten. Preußen Münster sicherte sich vorerst, nach dem 2:0 gegen Osnabrück, den Platz an der Sonne.
Der Aufsteiger Fortuna Köln ließ gegen Arminia Bielefeld nichts anbrennen. Neuzugang Andreas Glockner, markierte nach Flanke von Kraus, mit einer sehenswerten Direktabnahme im Zentrum das 1:0 (28. Minute). Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dahmani Hamdi auf 2:0 (53.). Der Ex-Bielefelder Johannes Rahn krönte die Vorstellung der Fortuna und traf zum 3:0-Endstand (78.). Die Gäste verbuchten zwar über weite Strecken mehr Ballbesitz, konnten jedoch nur selten gefährlich in der Gefahrenzone auftauchen. Wenige Großchancen, u.a. für Hemlein (32.) und Junglas (85.), blieben ungenutzt.
Die Begegnung zwischen dem MSV Duisburg und dem Chemnitzer FC war bereits vor dem Pausenpfiff entschieden. Der früh eingewechselte Grote (20.) bei den Zebras, Hajri hatte sich verletzt, entschied die Partie durch zwei Tore (30., 32.) sowie einen Assist auf Onegbu, der zum 3:0 (36.) führte, fast im Alleingang. Die Himmelblauen erwiesen sich auch nach dem Wiederanpfiff, durch den erheblichen Rückstand beeindruckt, als offensiv zu harmlos, konnten nur eine nennenswerte Möglichkeit erfolgreich durch Lorenzoni (55.) verbuchen, um das Ergebnis zu korrigieren.
Das „Geisterspiel“ zwischen Dynamo Dresden und Rot-Weiß Erfurt wurde dagegen erst kurz vor Spielende entschieden. Der Hausherr verpasste es mehrfach, eine Führung herzustellen. Erst scheiterte Jannik Müller (18.) am Erfurter Schlussmann, wenig später vergab Comvalius Sylvano (26.) seine Möglichkeit. Kurz vor der Pause verhinderte der Pfosten, nach Schuss von Moll Quirin (36.), das schmeichelhafte Remis für RWE zur Pause. Im zweiten Durchgang neutralisierten sich die Akteure, sodass es nur wenig bis keine Torraummöglichkeiten gab. Kurz vor dem Schlusspfiff gelang den Thüringern der Lucky Punch: Czichos schob, nach Vorarbeit von Kammlott, zum 1:0 (88.), dem gleichzeitigen Endstand, für den Gast ein.
Das Spiel Energie Cottbus gegen Holstein Kiel konnten die Gäste mit 2:0 für sich entscheiden. Nach der frühen Führung durch Wahl (9.) beschränkten sich beide Seiten auf die Abwehrarbeit und gezielte Konter. Cottbus hatte letztlich aber mehr vom Spiel und war eifrig um den Ausgleich bemüht, an der Kieler Strafraumkante war allerdings meist Endstation. Das 0:2 (Heidler, 90.) machte den Auswärtssieg der Störche dann spät amtlich.
Im Kellerduell zwischen Hansa Rostock und Jahn Regensburg konnte keiner einen Big Point landen. Der Gast legte von Beginn an mehr Leidenschaft in die Begegnung und belohnte sich mit der Führung (Kurz, 32.). Einen Standard nutzte Rostock für den schnellen Ausgleich (Ziemer, 38.). Der Jahn belohnte sich indes für sein Engagement durch Königs (45.) zur verdienten Halbzeitführung. Nach der Pause kam die Hansa wacher und spielfreudiger auf den Platz und erspielte sich stets gefährliche Möglichkeiten. Mit einem Foulelfmeter (Ruprecht verwandelte, 63.) stellte der Hausherr das Ergebnis erneut auf Remis, dem 2:2-Endstand.
Die erste Halbzeit zwischen Preußen Münster und dem VfL Osnabrück war geprägt von aggressivem Zweikampfverhalten auf beiden Seiten und wenigen Strafraumszenen, blieb dennoch interessant. Mit einem torlosen Unentschieden ging es die Kabinen. Nach Wiederanpfiff erhöhten die Hausherren stetig den Druck. Ein sehenswerter Freistoß von Bischoff (65.) markierte die Münsteraner Führung. Knapp zehn Minuten später avancierte dann derselbe Schütze durch einen verwandelten Foulelfmeter (73.) zum Matchwinner auf. Das Team von Ralf Loose eroberte mit dem 2:0 die Tabellenführung und gab eine gute Bewerbung für den Aufstieg in Liga zwei ab.
Christopher Schiwek
Ich konnte doch keinen mündlichen Vertag von Uli Hoeneß akzeptieren.
— Frankfurt-Legende Jay-Jay Okocha über seinen geplatzten Wechsel zum FC Bayern.