Schalke konnte bislang alle drei Bundesligaheimspiele gegen den FCA gewinnen. Ein Selbstläufer wird die Partie laut Roberto Di Matteo jedoch nicht: "Ich habe mir viele Spiele der Augsburger angeschaut. Sie machen einem das Leben so richtig schwer." An Selbstbewusstsein mangelt es dem FC Augsburg vor dem Freitagsspiel auf Schalke jedenfalls nicht. "Unser Minimalziel ist ein Punkt", meint Markus Weinzierl.
Im Pokal konnte Werder Bremen jüngst ein Erfolgserlebnis feiern (2:0 beim Chemnitzer FC). "Dieses Gefühl kannten die Spieler lange nicht", schätzt Coach Viktor Skripnik den gegentorfreien Sieg der in der Bundesliga arg gerupften Grünweißen (23 eingeschenkte Tore) hoch ein. Für das Gastspiel des Tabellenletzten beim FSV Mainz hofft er auf einen Teilerfolg: "Mit einem Punkt dort könnten wir gut leben. Wir arbeiten an der Stabilität in den hinteren Reihen." Von Stabilität in den hinteren Reihen kann beim VfB Stuttgart (19 Gegentore) ebenfalls nicht gesprochen werden - obgleich die Schwaben aus den beiden letzten Partien vier Punkte holten, dabei aber sieben Gegentreffer einfingen. "Gegen Wolfsburg ist es wichtig, dass wir unsere Reihen schließen", fordert Armin Veh deshalb erhöhte Konzentration im Abwehrverhalten. Zu den Mannschaften mit einer hohen Gegentorqoute zählt auch Eintracht Frankfurt (18). Die Hessen treffen allerdings auswärts auf die 96er, denen man fast eine Torallergie bescheinigen muss (6 Treffer). Weniger weist nur der Hamburger SV aus (3), der Bayer Leverkusen empfängt. Ungeachtet aller sportlichen Kalamitäten reagieren die Hanseaten im sozialen Bereich umsichtig, wie die schnelle Entschuldigung beim FC Bayern für den Flitzer-Zwischenfall im Pokalspiel zeigt. Ein weiteres Signal der Souveränität war die offizielle Beförderung Joe Zinnbauers zum Chefcoach, trotz der 0:3-Pleite in Berlin. Etliche Fragezeichen ranken sich derzeit um die Verfassung der Dortmunder Borussen, vor deren Gastspiel beim FC Bayern. "Pep Guardiola verfügt über einen außergewöhnlichen Kader, das spürt die ganze Fußball-Welt nahezu im Vier-Tagesrhythmus. Aber an einem bestimmten Tag ist jeder Gegner schlagbar. Den Tag festzulegen, ist das Problem bei der Sache. Wir werden alles versuchen - ganz ohne Kampfansagen, die uns gerade nicht zustehen", erklärt Jürgen Klopp seine Sichtweise. FCB-Keeper Manuel Neuer lässt die aktuelle Bundesligabilanz der Schwarzgelben außen vor: "Die Tabellensituation interessiert uns nicht. Wir wissen, dass es trotzdem ein Spitzenspiel ist, weil sie eine Klasse-Mannschaft haben."
Am Sonntag werden drei Spiele angepfiffen, mit der hoch interessanten Paarung Borussia Mönchengladbach vs. 1899 Hoffenheim zu Beginn. Mit jeweils 17 Punkten rangieren die jeweils noch ungeschlagenen Kontrahenten auf CL-Rängen. "Das ist eine Mannschaft mit großem Potenzial", lobt Lucien Favre den Gegner. "Am liebsten würde ich elf Stürmer und elf Abwehrspieler aufstellen, denn das wird am Sonntag ein hartes Stück Arbeit", erwidert Gästetrainer Markus Gisdol das Kompliment und schiebt den Hausherren die Favoritenrolle zu: "Mit Gladbach stehen wir noch lange nicht auf einer Stufe." Auf fast derselben Stufe rangieren derzeit der SC Paderborn (12 Punkte) und Hertha BSC (11) in der Tabelle. Der ehemalige SCP-Spieler Marcel Ndjeng ("Das war eine schöne Zeit") kehrt an seine frühere Wirkungsstätte zurück und erklärt den aktuellen Erfolgslauf des Aufsteigers: "Sie spielen jedes Spiel aus der Rolle des Underdogs und wollen die Großen ärgern. Das gelingt der Mannschaft sehr gut und deshalb sind sie erfolgreich." Der SC Freiburg konnte Erfolge bislang nur im Pokal einsammeln. Der nächste Gegner der Breisgauer im K.o.-Wettbewerb ist der 1. FC Köln - der nun zum Ligavergleich anreist. Das bisherige Abschneiden beider Teams und ihrer Tabellensituation interessiert SC-Coach Christian Streich nach eigener Aussage nicht: "Je besser wie spielen, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir ein gutes Ergebnis holen", gab er eine unwiderlegbare Formel zum Besten.
Gott hat mich geschaffen, um den Menschen mit meinen Toren Freude zu machen.
— Romario, brasilianischer Weltmeister von 1994.