Bayern München (2:1 gegen Augsburg) und der BVB (3:1 in Wolfsburg) behaupteten sich mit Dreiern vor dem Topspiel beider in Dortmund, während Schlusslicht Kaiserslautern (1:2 gegen Hoffenheim) immer konkreter für die 2. Liga planen kann. Derweil holten Freiburg (2:2 gegen Nürnberg) und Köln (1:1 gegen Bremen) zumindest einen Zähler, Mainz (1:4 in Stuttgart) ist dagegen verschärft in den Abstiegskampf zurückkehrt.
Torjäger Mario Gomez machte einmal mehr den Unterschied aus. Der Nationalstürmer des FC Bayern schoss nicht nur das schnellste Tor der Saison nach 24 Sekunden, sondern auch das entscheidende 2:1 (60.) gegen einen starken FC Augsburg, der durch Koo (23.) den verdienten Ausgleich erzielt hatte. Vor allem im zweiten Durchgang verdiente sich der Rekordmeister aber den Derby-Sieg.
Auch Spitzenreiter und Meister Borussia Dortmund musste eine zeitlang zittern, ehe der Dreier beim VfL Wolfsburg in "trockenen Tüchern" war. Lewandowski (22.) und Gündogan (49.) hatten zwar vorgelegt, doch Mandzukic (61.) mit dem Anschlusstreffer machte es noch einmal spannend. Erst in der Schlussminute machte Lewandowski mit seinem zweiten Tor den Sack zu.
Sturmschwach wie seit Monaten präsentierte sich Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern auch gegen 1899 Hoffenheim und unterlag am Ende verdient mit 1:2. Ein Foulelfmeter, von Salihovic in bewährter Form verwandelt (26.), brachte die Gäste in Front; Vukcevic (71.) baute den Vorsprung aus, während das Gegentor von Bugera (86.), dessen Freistoß an Freund und Feind vorbei im Tor landete, viel zu spät kam. Am Betzenberg kann nur noch ein Wunder den Abstieg verhindern.
Zwei andere gefährdete Kandidaten auf den Abstieg trennten sich dagegen im Breisgau remis. Der 1. FC Nürnberg legte zwar vor der Pause zwei Treffer vor (Didavi, 8.; Pekart, 45.), doch der SC Freiburg bäumte sich nach dem Seitenwechsel erfolgreich auf und glich durch Caligiuri per Foulelfmeter (53.) und Makiadi (79.) verdientermaßen aus.
Auch der 1. FC Köln konnte gegen Werder Bremen immerhin einen Zähler ergattern. Die Führung durch Rosenberg für die Hanseaten (24.) hielt nur bis zur 39. Minute, in der Jemal per Kopf eine Podolski-Ecke zum Ausgleich nutzte. Die besseren Möglichkeiten nach der Pause hatten die Geißböcke, doch Werders junge Elf hielt mit viel Glück das Unentschieden.
Einen deutlichen 4:1-Sieg fuhr der VfB Stuttgart gegen den 1. FSV Mainz 05 auf eigenem Terrain ein, obgleich die Gäste ihren Gegner bereits nach drei Minuten schockten, als Ivanschitz vom Punkt traf. Hajnal glich bereits fünf Minuten später aus, doch die Entscheidung fiel erst im zweiten Durchgang: Ibisevic (49. und 85.) und Kuzmanovic (ebenfalls per Elfer, 65.) bestätigten den guten Lauf der Schwaben und schossen die Mainzer wieder in den Abstiegsstrudel zurück.
Hallo, hier ist Nürnberg, wir melden uns vom Abgrund.
— BR-Reporter Günther Koch bei der legendären Radio-Schlusskonferenz zum Bundesliga-Saisonfinale am 29. Mai 1999.