Nach der Nullnummer bei Hannover 96 blieb Eintracht Frankfurt im fünften Spiel in Folge ohne Torerfolg, aber konnte als erste Mannschaft in der Rückrunde einen Punkt aus der Arena der Niedersachsen entführen. Die Hessen wussten mit einer konzentrierten Abwehr und einem gefälligen Kombinationsspiel durchaus zu gefallen. Die 96er wurden lediglich in der zweiten Halbzeit ihrer Rolle als Heimmannschaft gerecht.
Die Hannoveraner waren für ihr Konterspiel gefürchtet. Die für ihren Offensivstil in dieser Saison bekannte Eintracht schien genau der richtige Gegner für 96 zu sein. Doch die Hessen wollten den Niedersachsen den Gefallen nicht tun und nicht ins offene Messer rennen. Beide Mannschaften agierten erst einmal aus einer sicheren Abwehr heraus. Im ersten Durchgang spielte sich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen ab. Die Gastgeber hatten zwar mehr vom Spiel, aber ihnen fehlte die zündende Idee in der Offensive. Der Versuch, mit langen Bällen und Flanken nach vorne zu kommen und Torchancen zu kreieren, ging bei den Niedersachsen nur einmal gut. Abdellaoue köpfte eine Flanke von Pocognoli übers Tor (11.). Zwei Minuten später kam Diouf nach einem Stockfehler von Zambrano an den Ball, aber nicht an dem anderen Frankfurter Innenverteidiger Anderson vorbei (13.). Weil sich die Gastgeber vor dem gegnerischen Gehäuse harmlos präsentierten, wurden die Gäste aus der Finanzmetropole mit zunehmender Spieldauer in der ersten Halbzeit nach vorne mutiger. Sie zeigten den gefälligeren Fußball und ließen den Ball auch mal über mehrere Stationen laufen. Inuis Lupfer wurde von Schulz vor der Linie geklärt (21.). Abdellaoue fuhr im eigenen Strafraum seinem gegnerischen Pendant Meier in guter Schussposition noch entscheidend in die Parade (29.). Und Hoffmann blockte einen Schuss von Jung ab (40.).
Den verpassten Möglichkeiten hätte die Eintracht nach dem Seitenwechsel fast hinterher trauern müssen. Denn wie verwandelt kam 96 aus der Kabine, legte ein viel höheres Tempo vor, störte bei Ballverlust den Gegner schon früh und riskierte insgesamt mehr nach vorne. Nicht mal eine komplette Minute war in der zweiten Halbzeit gespielt, als Diouf mit einem Schuss Eintracht-Torwart Trapp zur ersten Parade zwang. Wenig später wollte Ya Konan das Führungstor für die Hannoveraner erzielt haben, aber der Schiedsrichter war anderer Meinung. Ob Schwegler den Schuss des Ivorers auf oder erst hinter der Linie geklärt hatte, konnten selbst Fernsehbilder nicht eindeutig aufklären (48.). Ein paar Minuten brauchten die Hessen zwar, um sich auf stärker werdende Hausherren einzustellen. Doch dann fanden sie spielerische Lösungen, um sich immer wieder vom Druck der 96er zu befreien. Meier brachte die Kugel im gegnerischen Gehäuse unter. Im Gegensatz zu Ya Konan landete der Schuss des Frankfurters deutlich sichtbar hinter der Torlinie. Dem Treffer blieb aber wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verwehrt. Wie zuvor bei Ya Konan war es eine Millimeterentscheidung (49.). Zwölf Zeigerumdrehungen später zirkelte Meier die Kugel knapp am Tor vorbei. In der Schlussphase artete die Partie zu einem offenen Schlagabtausch aus, jedoch kamen beide Teams kaum einmal zum Abschluss, so dass es bei der Nullnummer blieb.
Senthuran Sivananda
Erich Ribbeck hat mich aussortiert, deshalb habe ich die A8 in die andere Richtung genommen.
— Manfred Bender in einem Kicker-Interview über seinen Wechsel vom FC Bayern zum KSC