Stuttgart gerettet, ein Trio zittert weiter

von Günther Jakobsen17:46 Uhr | 03.05.2014

Trotz des typischen 1:2 gegen Wolfsburg bleibt Stuttgart in der Bundesliga, weil alle drei Teams dahinter ebenfalls unterlagen: Der HSV gab gegen Bayern (1:4) die Punkte ab, ebenso wie Nürnberg gegen Hannover (0:2) und Braunschweig (0:1 gegen Augsburg). Vorteile im Kampf um die Champions League Plätze haben Schalke (2:0 in Freiburg) und Leverkusen (2:0 in Frankfurt), dahinter lauern Wolfsburg und Gladbach (3:1 gegen Mainz). Ohne große Bedeutung siegten Dortmund gegen Hoffenheim (3:2) und Bremen gegen Berlin (2:0).

Einen Moment passte der VfB Stuttgart in der Nachspielzeit gegen den VfL Wolfsburg nicht mehr auf und Olic erzielte das 2:1 für die Gäste. De Bruyne (13.) und Gentner (62.) hatten in der ausgeglichenen Partie die anderen beiden Treffer untergebracht, die Schwaben waren jedoch entspannt geblieben, denn in Hamburg lief alles für das Stevens-Team, das am Ende den Klassenerhalt feiern durfte.

Grund dafür war das 1:4 des Hamburger SV gegen den FC Bayern München, bei dem Götze an drei der vier FCB-Treffer beteiligt war. Das schönste Tor aber erzielte Pizarro kurz nach seiner Einwechslung per Fallrückzieher (75.) zum 4:1-Endstand, der die Kräfteverhältnisse deutlich ausdrückte. Für die im ersten Durchgang noch respektabel mithaltenden Hanseaten traf Calhanoglu (72.). Noch steht der HSV zudem auf dem Relegationsplatz und hat bessere Karten als der Club und Braunschweig.

Der 1. FC Nürnberg konnte auch im Heimspiel gegen Hannover 96 nicht überzeugen und unterlag verdient mit 0:2. Bereits in der 5. Minute kassierten die Franken das 0:1 durch Huszti, dem ließ Schmiedebach nach 51 Minuten das entscheidende 2:0 für die konzentrierten Gäste folgen. Nürnberg blieb auf Rang 17.

Wesentlich unglücklicher unterlag Schlusslicht Eintracht Braunschweig daheim gegen den FC Augsburg, der mit dem 1:0-Erfolg seine Chance auf die Europa League wahrte. Bobadilla traf in der vierten Minute der Nachspielzeit zum Sieg, nachdem kurz zuvor der erstmals bei der Eintracht eingesetzte Khelifi die Großchance auf der Gegenseite vergeben hatte. Am letzten Spieltag kann der BTSV jedoch immer noch den Relegationsplatz erreichen.

Beim SC Freiburg war im Breisgau gegen den FC Schalke 04 die Luft definitiv raus. Erst beim Stande von 0:2 gegen zehn Schalker, nach Gelb-Rot für Santana, wurden die Hausherren noch eifrig, kamen aber nicht mehr entscheidend durch. Ayan (13.) und der starke Huntelaar (65.) hatten zuvor für die lange Zeit überlegenen Gäste getroffen.

Ähnlich uninspiriert trat Eintracht Frankfurt gegen Bayer 04 Leverkusen an und konnte seinem scheidenden Trainer Veh kein Abschiedsgeschenk im letzten Heimspiel bieten. Die Werkself beließ es trotz klarer Dominanz bei den beiden Toren von Castro (27.) und Can (36.).

Auch für Marc-André ter Stegen, Torhüter von Borussia Mönchengladbach, war das vorletzte Saisonspiel der Abschied von der alten Wirkungsstätte vor "seinem" Publikum, bevor es nach Barcelona geht. Mit tollen Paraden verhinderte er das ein oder andere Gegentor auch gegen den 1. FSV Mainz 05, der deshalb einzig durch Choupo-Moting (65.) traf. Die effektiven Gastgeber aber machten drei Buden durch Stranzl (22.), Kruse (54.) und Kramer (77.), blieben mit einer theoretischen Chance auf die CL.

Abschied Nr. 3 war in der Hansestadt an der Weser angesagt. Protagonist: Aaron Hunt. Torschütze des Tages: Aaron Hunt. Harmlose Kicker von Hertha BSC mussten sich den zwei Treffern (48., 91.) des nach 14 Jahren Vereinszugehörigkeit scheidenden Mittelfeldspielers beugen. Werder Bremen verliert damit seinen aktuell wichtigsten Akteur.

Borussia Dortmund gegn 1899 Hoffenheim, da durften die Zuschauer mit Toren rechnen und wurden nicht enttäuscht. Firminho (5.) brachte die Gäste zwar in Front, doch innerhalb von fünf Minuten zog der BVB auf 3:1 davon: Großkreutz (29.), dann Mkhitaryan (31.), dann Piszczek (34.) legten den Grundstein zum Sieg. Auch Süles 30-Meter-Schuss zum 2:3 (66.) änderte nichts am Erfolg der Hausherren.



Sie haben uns mit ihren schnellen Leuten den Arsch aufgerissen.

— Gladbach-Sportdirektor Max Eberl nach 1:5 gegen Bayer Leverkusen.