Nach wie vor von witterungsbedingten Spielverlegungen geplagt, konnten die fünf Regionalligastaffeln immerhin einen Großteil ihrer Spielansetzungen durchziehen. Die Tabellenstände blieben jedoch allerorten unter Vorbehalt zu betrachten.
Mit seinem 3:1-Auswärtssieg bei der U 23 des HSV glückte dem BV Cloppenburg der Sprung in das breit gefächerte Mittelfeld der Regionalliga Nord. Die konkrete Positionierung der Niedersachsen ließ sich aufgrund diverser Nachholspiele der Konkurrenz nicht verorten, doch der deutliche Vorsprung auf den bezwungenen Gegner sowie der Fakt, dass mit dem insolventen VfB Lübeck bereits ein Absteiger feststand, verbesserten die Lage des BVC. Der in Bremen ansässige FC Oberneuland, der den VfB Oldenburg mit 2:1 besiegte, könnte sich mit einer Erfolgsserie in seinen zahlreichen Nachholspielen allerdings noch aus dem Keller schießen. Das würde die Situation für die halbe Liga verändern, die dann plötzlich mittendrin im Abstiegskampf wäre. Tabellenführer Holstein Kiel hielt weiterhin alle Trümpfe in der Hand, als Erster über die Ziellinie zu gehen. Nach einem 0:1-Rückstand gegen den BSV Rehden (20., Heyken) bogen Hebler (37.) und Sykora (74.) die Sache noch um.
In der Nord/Ost-Staffel konnten nur vier Partien ausgetragen werden. Dabei überraschte u.a. Germania Halberstadt mit einem Punktgewinn gegen den klaren Tabellenführer RB Leipzig (0:0). Der FSV Zwickau (3:0 bei Lok Leipzig) löste, zumindest vorübergehend, Jena als Tabellenzweiten ab. „Wir wollten defensiv erneut gut stehen und vorne endlich wieder treffen, was uns auch gelang“, freute sich FSV-Trainer Torsten Ziegner. Drei Spiele lang hatte man zuvor nicht getroffen.
Das Spiel der Gegensätze in der Regionalliga West endete knapper als erwartet. „Wir waren nah dran am Punktgewinn“, durfte Dirk Wißel, der Coach des Tabellenschlusslichts FC Kray feststellen, nachdem seine Mannschaft dem Tabellenführer Sportfreunde Lotte nur 0:1 unterlegen war. Einwechselspieler Dennis Schmidt erlöste den Gast in der 74. Minute mit dem Siegtreffer. 2:2 unentschieden stand es nach 90 Minuten im Derby zwischen Fortuna Köln und der Zweiten des 1. FC Köln. Auf jeweilige Führungstreffer der Hausherren (41., Kraus/68., Nottbeck) fanden die Schützlinge von Dirk Lottner entsprechende Antworten (58., Schnellhardt/72., Musculus). Der FC bot eine ansprechende Leistung, was Fortuna-Coach Uwe Koschinat mit seinem Kommentar bestätigte: „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen.“
1899 Hoffenheim II (3:1 bei Idar-Oberstein) blieb Spitzenreiter der Regionalliga Südwest - allerdings nur auf Abruf. Denn der nur zwei Zähler zurückliegende Verfolger SV Elversberg hielt ganze fünf Nachholspiele in Hinterhand! Ihr erstes Punktspiel im Jahr 2013 gewann die SVE auswärts beim abstiegsbedrohten 1. FC Eschborn mit 2:0. Das drittplazierte Team des KSV Hessen Kassel wahrte seine Chancen, noch um die beiden ersten Plätze mitzuspielen, dank eines 3:1-Erfolges über Bayern Alzenau. KSV-Trainer Uwe Wolf fand anschließend lobende Worte für die als klarer Außenseiter angereisten Gäste „Ich hätte nicht gedacht, dass die uns so beschäftigen“ und schmähte die Spielfläche: „So viele Löcher wie auf diesem Platz, gibt es in den meisten Gärten nicht.“
In der Regionalliga Bayern war an der Spitzenstellung des FV Illertissen nicht zu rütteln. Die Mannschaft von Holger Bachthaler machte in der zweiten Hälfte den 3:0-Sieg gegen den FC Augsburg II klar (59., Hämmerle/75., Strahler/90., Hahn) und brauchte deshalb nicht groß darüber nachdenken, wie der TSV 1860 München II (2:1 beim TSV Rain) seine ausstehenden beiden Partien bestreitet. Wohl aber blieben die Zweite des 1. FC Nürnberg (1:1 in Bamberg) und der TSV Buchbach in Reichweite der „Löwen“. Der SV Seligenporten, lange Zeit Zweiter der Liga, setzte seinen Abwärtstrend mit einer 1:3-Heimpleite gegen den SV Heimstetten fort. „Trotz einiger Umstellungen haben wir in der zweiten Halbzeit das Spiel nicht mehr in den Griff bekommen und vor allen Dingen aus dem Mittelfeld heraus keine Durchschlagskraft entwickelt“, kommentierte Trainer Karsten Wettberg die nunmehr dritte Niederlage der SVS in Folge.
Wenn wir mit Bayern in China gespielt haben, hat uns jeder gekannt, aber in Amerika eben nicht.
— Bastian Schweinsteiger über die Popularität des FC Bayern in Asien und Übersee.