Topspiel ohne Sieger

von Günther Jakobsen16:42 Uhr | 21.10.2013

Die 1:1-Punkteteilung zwischen Potsdam und Wolfsburg tat dem Ansehen und der Spannung der Liga gut. Die Frauen vom 1. FFC Frankfurt und FC Bayern nutzten das Remis, um die Spitzengruppe noch enger zusammenzuführen. Cloppenburg gewann das Kellerduell in Sindelfingen und hielt Kontakt zum Mittelfeld.

Für Aufsteiger BV Cloppenburg endete das Warten auf den ersten Saisondreier. Im Kellerduell beim VfL Sindelfingen markierten die kurz zuvor eingewechselte Marie-Louise Bagehorn (58.) und Eva Sofia Jakobsson (81.) die Treffer des 2:0-Sieges, der dem BVC aus den Abstiegsrängen half. Man zog am FCR Duisburg (0:3 gegen SGS Essen) vorbei. „Hätten wir nur jede zweite unserer guten Möglichkeiten genutzt, wäre das Spiel 6:0 für uns ausgegangen“, klagte Trainerin Tanja Schulte über die verpassten Chancen, zu denen auch ein vergebener Foulelfmeter Bagehorns zählte. Das Cloppenburger Team wahrte damit tabellarisch den Kontakt zu Bayer Leverkusen (0:2 beim FC Bayern), die TSG Hoffenheim (3:2 gegen SC Freiburg) sowie die beiden drei Zähler entfernten Mannschaften des FF USV Jena (2:3 gegen 1. FFC Frankfurt) und SGS Essen.

Die Frankfurterinnen profitierten neben dem FC Bayern davon, dass im Topspiel Turbine Potsdam vs. VfL Wolfsburg kein Sieger heraussprang. Zurecht gingen die „Turbinen“ nach einem Treffer von Pauline Bremer (38.) mit einer 1:0-Führung in die Halbzeitpause. „Ich bin froh, dass wir eine gute Kulisse, eine gute Stimmung und ein faires Spiel hatten …“, fasste Potsdams Coach Bernd Schröder zusammen. „Der Ausgleich war dann durchaus verdient“, erkannte er auch an, dass die Gäste nach dem Seitenwechsel mehr zuzulegen hatten. Martina Müller erzielte nach Zuspiel von Noelle Maritz den fälligen 1:1-Ausgleich (58.). „Auch wenn es keinen Sieger gab, war der Gewinner heute der Frauenfußball“, schätzte VfL-Trainer Ralf Kellermann den ansprechenden, vor mehr als 3.000 Besuchern ausgetragenen Kick hoch ein.

André Schulin



Wenn wir so spielen und verteidigen wie heute, ist der Trainer die ärmste Sau.

— Schalke-Torhüter Michael Langer nach einem 1:5 beim VfB Stuttgart.