Traumstart für Slomka

von Günther Jakobsen17:32 Uhr | 22.02.2014

Nach einem Nullnummer-Langweiler am Freitag zwischen Schalke und Mainz ging es am Samstag in den Stadien regelrecht spektakulär zu. Der lange Zeit geplagte HSV fetzte unter seinem neuen Trainer Slomka Dortmund verdient mit 3:0 vom Platz, während Freiburg (2:4 gegen Augsburg) und Stuttgart (1:2 gegen Hertha) erneut bittere Niederlagen schlucken mussten. Des Weiteren drehte Nürnberg zu zehnt beim 2:1 gegen Braunschweig einen Rückstand und Hoffenheim holte ein 0:2 in Gladbach zum Remis auf.

Besser hätte der Start für den neuen Trainer des Hamburger SV, Mirko Slomka, nicht ablaufen können. Gegen den zumeist im Feld überlegenden Favoriten Borussia Dortmund zimmerte der Übungsleiter eine neue Defensivformation zusammen, an der sich die BVB-Angreifer vergeblich aufrieben. Die Konter des HSV saßen dagegen beim 1:0 durch Jiracek (42.) und 2:0 durch Lasogga (58.) passgenau. Zum Abschluss nagelte Calhanoglu auch noch einen 40-Meter-Flatter-Freistoß ins Tor des verdutzten Roman Weidenfeller (90.).

Kurios auch der Ablauf in der Partie zwischen dem SC Freiburg und dem FC Augsburg. Früh ging der FCA durch Werner (7.) in Front, doch Schmid (17., Freistoß) und Mehmedi (73.) drehten das Spiel für die Breisgauer. Ein Triple-Schlag durch Verhaegh (78.), Altintop (84.) und Hahn in der Nachspielzeit aber ließ am Ende die Gäste mit einem 4:2-Auswärtssieg jubeln.

Die siebte Niederlage in Folge kassierte derweil der VfB Stuttgart im Heimspiel gegen ebenso keineswegs überzeugende Kicker von Hertha BSC. Kobiashvili (5.) hatte die Führung für die Hauptstädter erzielt, Boka kurz vor der Halbzeit mit einem Gewaltschuss ausgeglichen (45.). Hertha-Joker Wagner sprang nach einer Freistoßflanke in der 87. Minute am höchsten und köpfte zum Siegtreffer für die Gäste ein, musste allerdings wenig später nach zwei Gelben Karten wieder vom Platz.

Alles andere als normal lief auch die Keller-Begegnung zwischen dem 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig über die Bühne. Erstmals in der Bundesliga wurden drei Elfer verschossen und von den Torhütern gehalten. Zweimal zeigte FCN-Keeper Schäfer gegen Kumbela (41.) und Bicakcic (63.) sein Können, einmal sein Gegenüber Petkovic (68., gegen Kiyotake). Auch die Torfolge verlief kurios: Zuerst traf Kumbela per Kopf zur Eintracht-Führung (34.), kurz nach der Pause drehte Nürnberg die Partie per Doppelschlag durch Kiyotake (46.) und Pekhart (47.) zu zehnt, denn Club-Innenverteidiger Nilsson war nach einer Nordbremse bereits in der 32. Minute vom Platz gestellt worden.

Auch gegen 1899 Hoffenheim reichte es 2014 für Borussia Mönchengladbach am Ende nicht zu einem Pflichtspiel-Dreier. Zwar ging die Favre-Elf durch Herrmann (4.) und Jantschke (18.) früh und scheinbar souverän mit 2:0 in die Vorleistung, doch die Sinsheimer steigerten sich im weiteren Verlauf und glichen durch Firminho (57.) und Salihovic (82.), der sich erneut als sicherer Elferschütze erwies, verdientermaßen aus.

Bei der Nullnummer am Vortag zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FSV Mainz 05 stand die Taktik an erster Stelle bei beiden Teams, die sich nahezu durchgehend gegenseitig neutralisierten. Dabei hatte Mainz sogar ein leichtes Chancenplus, doch S04-Schlussmann Fährmann war bei den wenigen Tormöglichkeiten ebenso wenig zu bezwingen wie sein Gegenüber Karius.



Er hat mir angeboten, dass ich ihn wegstoßen darf.

— Schiedsrichter Deniz Aytekin (Großaspach) über Dortmunds wütenden Stürmer Erling Haaland.