Nach 14-jähriger Amtszeit als Werder-Chefcoach endete die Symbiose zwischen Thomas Schaaf und dem Bremer Bundesligisten. Man trennte sich auf Wunsch des Trainers sofort, nachdem man am Dienstag nach gemeinsamer Analyse zu dem Schluss gelangt war, in der kommenden Saison einen „Neustart zu wagen“, wie Manager Thomas Eichin formulierte.
„Mit ihm konnte der Verein herausragende sportliche Erfolge feiern, er hat Werder geprägt“, teilte Eichin mit. „Ich hatte hier eine außergewöhnliche Zeit, verbunden mit vielen positiven Erlebnissen und großen Erfolgen. Ich möchte mich bei allen, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben, bedanken. Ich wünsche Werder Bremen eine erfolgreiche Zukunft“, erklärte Thomas Schaaf, dessen Arbeit vorläufig von den Co-Trainern Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach übernommen wird. Nachdem während der Saison mit Klaus Allofs der andere maßgebliche Architekt einer erfolgreichen Werder-Ära den Verein verließ, setzte sich der Umbruch an der Weser auch auf der Trainerposition fort.
Das Werder Motto „Lebenslang Grün-Weiss“ trifft exakt auf den bisherigen Karriereverlauf Thomas Schaafs zu. Seit er 1972 als Jugendlicher bei den Werder-Amateuren begann, war der gebürtige Mannheimer ausschließlich im Zeichen der Raute unterwegs: Ab 1979 als Bundesligaprofi (281 Spiele/14 Tore), dann zunächst als Trainer von Jugend- und Amateurschaft, und seit 1999 als Coach des Erstligateams, das er 5.119 Tage betreute. Das Double der Saison 2004, die weiteren DFB-Pokalsiege 1999 und 2009 sowie zahlreiche Champions League- und Europa League-Teilnahmen mit den Bremern zieren das Portfolio des Werder-Trainers.
Nürnberg wird hingerichtet und alles ballert auf Köpke.
— Willi Entenmann, Trainer 1. FC Nürnberg, nach einem 1:4 gegen Schalke 04.