Tabellenprimus FFC Frankfurt verbesserte seine Torbilanz deutlich; auch Leverkusen feierte einen torreichen Erfolg. Die Überraschung des 9. Spieltags wurde aus München vermeldet, wo der FC Bayern die erste Heimniederlage beklagte.
Beim 8:2-Kantersieg des 1. FFC Frankfurt über 1899 Hoffenheim eröffnete Kerstin Garefrekes - als einzige Mehrfach-Torschützin (9./64.) - das muntere Scheibenschießen. „Erfreulich ist auch, dass sich die acht Tore auf sieben Spielerinnen verteilt haben. Das zeigt, dass wir auch in der Breite sehr gut aufgestellt und schwer auszurechnen sind“, sah FFC-Coach Colin Bell die Vielfalt der Goalgetter nicht ungern. Die ausgezeichnete Tordifferenz (+33) sollte seinem Team die Tabellenführung vor den drei Zähler zurückliegenden Frauen des Verfolgers Turbine Potsdam (+16) erhalten, selbst wenn diese ihr Nachholspiel vom 8. Spieltag hoch gewinnen. In dieser Runde sammelten die „Turbinen“ drei Auswärtspunkte beim BV Cloppenburg ein (3:1). Der VfL Wolfsburg gewann ebenfalls auf fremdem Terrain: Martina Müller (40.) und Nadine Keßler (51.) sicherten den Sieg im Gastspiel bei der SGS Essen.
Wolfsburgs Erfolg stürzte die Frauen des FC Bayern vom dritten Rang, da diese unerwartet dem FCR Duisburg unterlagen. Jennifer Oster besiegelte den glücklichen Erfolg der Gästeelf in der 65. Minute; Duisburg konnte sich damit aus den Abstiegsrängen lösen. Für das weit zurückhängende Schlusslicht VfL Sindelfingen war dies nicht möglich. Nachdem man am vorigen Spieltag den ersten Saisonpunkt eingefahren hatte (1:1 gegen Bayern München), lieferte Niko Koutroubis’ Mannschaft beim USV Jena zwar eine ansprechende Leistung ab, verlor jedoch mit 0:2. Bayer Leverkusen glückte im Heimspiel gegen den SC Freiburg der bis dahin höchste Saisonerfolg. Isabelle Linden zeichnete sich als zweifache Torschützin (46./63.) beim 5:1-Sieg aus. „Wir sind heute von Beginn an entschlossen zu Werke gegangen, haben hinten kaum Chancen zugelassen und sind schlussendlich hoch verdient als Sieger vom Platz gegangen“, war Bayer-Trainer Thomas Obliers rundum zufrieden.
Nein, die Bayern liegen ja ganz klar in Führung mit einem Punkt!
— Christoph Daum nimmt seine Mannschaft aus dem Rennen