Fußball verkehrt am 17. Spieltag. Die Kellerkinder Freiburg (2:1 gegen Hannover) und Braunschweig (1:0 gegen Hoffenheim) holen vor Weihnachten wichtige Punkte im Abstiegskampf, während die CL-Kandidaten Dortmund (1:2 gegen Hertha) und Leverkusen (0:1 in Bremen) überraschend Punkte abgeben. Auch das 3:2 von Mainz beim HSV hatte bestimmt nicht jeder auf seinem Tippzettel. Im Abendspiel trennten sich Nürnberg und Schalke torlos.
Seinen ersten Heimsieg in dieser Saison feierte der SC Freiburg ausgerechnet gegen die Truppe von Hannover 96, die damit in der Hinrunde auswärts ohne einen einzigen Zähler blieb. Zwei Tore von Mehmedi (25., 36.), das Zweite aus einer zarten Abseitsposition heraus erzielt, führten die Breisgauer auf die Siegerstraße. Der Gegentreffer von Bittencourt folgte erst in der Nachspielzeit. Die Freiburger rückten somit dichter an die Nichtabstiegsplätze heran. Nur noch vier Punkte vor ihnen: Hannover.
Auch Eintracht Braunschweig durfte auf eigenem Terrain jubeln. Zwar wurde ihnen gegen 1899 Hoffenheim zuerst ein regulärer Treffer wegen Abseits aberkannt, doch kurze Zeit später gingen die überlegenen Niedersachsen durch ein Foulelfmeter, den Oehrl sicher verwandelte, (29.) in Führung. Erst in der letzten Viertelstunde wurden die TSG munterer, doch trotz Unterzahl (Gelb-Rot für Perthel, 82.) reichte es am Ende für die Heimelf.
Auch bei Werder Bremen konnte Bayer 04 Leverkusen nicht überzeugen. Zwar spielte die Werkself als Favorit über weite Strecken der Partie überlegen, doch als Bayer etwas nachließ, gelang den Hanseaten durch Garcia das überraschende 1:0 (74.). Den Endspurt der Gäste überstand die Werder-Deckung mit einem überragenden Prödl im Zentrum und großem Kampfgeist, konnte seine Negativserie letztlich beenden.
Immer noch stark ersatzgeschwächt musste sich Borussia Dortmund zum dritten Mal in Folge daheim seinem Gegner beugen. Nach dem FCB und Bayer holte auch Hertha BSC nicht unverdient die Zähler aus dem Signal-Iduna-Park. Reus brachte seine Farben zwar früh in Front (7.), doch Ramos (23.) glich zeitig aus. Sekunden vor der Pause unterlief Youngster Sarr ein schwerer Patzer und Allagui schlug eiskalt zu. Dank einer starken Abwehrleistung hielten die Hauptstädter den 2:1-Vorsprung bis zum Schluss.
Das Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FSV Mainz 05 hätte schon früher entschieden werden können als in der Nachspielzeit. Die Rhein-Main-Truppe war nämlich bereits im ersten Durchgang durchweg stärker, lag aber unglücklich 0:1 durch Calhanoglus abgefälschten Schuss (21.) zurück. Per Doppelschlag durch Okazaki (47.), Müller (50.) drehte die Tuchel-Elf verdient das Spiel. Van der Vaart glich zwar zwischenzeitig aus (79.), allerdings nur, weil die Gäste vielfältige Chancen liegen gelassen hatten. Der Siegtreffer zum 3:2 ging einmal mehr auf das Konto von Okazaki, der eine Pospech-Flanke in der zweiten Minute der Nachspielzeit auf exzellente Art verwertete.
Wenn wir kein Tor machen, können wir nicht einmal in Kaiserslautern gewinnen.
— Aleksander Ristic