Mit vier Spielen am Dienstag eröffnet die Liga ihren 14. Spieltag. Dabei versuchen sich aus der vierköpfigen Gruppe der Bayern-Verfolger schon Dortmund, Schalke und Frankfurt weiterhin positiv zu positionieren. Am Mittwoch steht u.a. das Duell der nahezu gleichauf liegenden Teams aus Nürnberg und Hoffenheim auf dem Programm, die sich ins Mittelfeld absetzen wollen.
Das letzte Mal, als sich Frankfurt und Mainz in der Bundesliga gegenüber standen, war im April 2011 (32. Spieltag). Die Eintracht steuerte seinerzeit auf den Abstieg zu und fing sich die bislang einzige Bundesliganiederlage gegen Mainz ein, während die 05er an der Europa League-Teilnahme werkelten. Aktuell stellt sich die Lage anders dar: Abstiegsnöte quälen keinen der Konkurrenten, aber die Eintracht hat sieben Punkte mehr auf dem Konto und sich in der vorderen Gruppe festgesetzt. „Ich glaube, dass es in diesem Spiel keinen Favoriten gibt“, äußert sich Armin Veh trotzdem vorsichtig zu einem möglichen Spielausgang. Sein FSV-Pendant Thomas Tuchel glaubt auch an eine offene Partie: „Wir sind absolut konkurrenzfähig und in der Lage, Frankfurt weh zu tun.“ Die drei anderen Begegnungen des Dienstags weisen der Papierform nach klare Verhältnisse aus. Dortmund ist zuhause gegen Düsseldorf, ebenso wie Hannover - obwohl zuletzt schwankend - gegen Greuther Fürth klarer Favorit. Auch vor eigenem Publikum ist dagegen der Hamburger SV gegen Schalke nur Außenseiter, zumal mit van der Vaart und Son zwei Schlüsselspieler verletzt ausfallen. „Ich denke nicht, dass die Hamburger zu zehnt spielen werden“, kontert Huub Stevens die Personalprobleme des Gegners mit Humor.
Auf des Messers Schneide, nur durch einen Zähler getrennt, rangieren derzeit 1899 Hoffenheim (Platz 16) und der 1. FC Nürnberg (15) unmittelbar oberhalb der Abstiegsränge. Beide Teams konnten in ihren drei letzten Spielen nicht siegen - ein Erfolg würde da wie dort Erleichterung auslösen. „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie im spielerischen Bereich wieder zulegt“, meint FCN-Coach Dieter Hecking, nach dem wenig erfreulichen Derby gegen Fürth. Vom Schwaben-Treff in Stuttgart will Tabellenschlusslicht FC Augsburg etwas Zählbares mitnehmen. „Sie werden sich keinen weiteren Ausrutscher leisten wollen“, weiß Markus Weinzierl um die unbefriedigende Situation beim VfB. „Doch das spielt für uns keine Rolle.“ Vor dem Mittelfeld-Duell mit dem VfL Wolfsburg hat Gladbachs Trainer Lucien Favre eine konkrete Forderung an seine Elf: „Wir müssen uns wieder mehr Torchancen erarbeiten.“
An Tormöglichkeiten für den FC Bayern - die zudem genutzt wurden - mangelte es zuletzt nicht. Im Gastspiel beim SC Freiburg erwartet Jupp Heynckes jedoch eine schwere Aufgabe: „Das ist eine unglaublich kompakte, aggressive Mannschaft, sehr draufgängerisch, vor allem zuhause.“ Im Weserstadion peilt Werder den vierten Heimsieg der Saison an. Gegner Leverkusen konnte in der jüngeren Vergangenheit allerdings häufig einen Zähler aus Bremen mitnehmen. Sportchef Sami Hyypiä will, dass das so bleibt, fordert aber eine Steigerung der Werkskicker: „Da müssen wir besser spielen als am Sonntag in Hoffenheim, aber ich bin überzeugt, dass die Mannschaft das auch machen wird.“
Solange uns die Hosen nicht die Knie runterrutschen, bin ich davon überzeugt, dass wir Weltmeister werden.
— Jürgen Kohler mit einer Prognose zu den Titelambitionen der deutschen Mannschaft vor dem Spiel gegen Schweden.