Vor dem wichtigsten Spiel dieser Saison, dem Pokalhalbfinale gegen den SC Freiburg, tankte der VfB Stuttgart mit dem 2:0-Sieg im Ligaspiel gegen Lieblingsgegner Borussia Mönchengladbach Selbstvertrauen. Die Borussen ließen durch eine blutleere Vorstellung wichtige Zähler im Kampf um die Europapokalplätze liegen.
Der linke Flügel war die Schokoladenseite des VfB Stuttgart im Heimspiel gegen Mönchengladbach. Die Stuttgarter verlagerten das Spiel immer wieder auf die linke Außenbahn und versuchten vornehmlich mit Flanken zu Torchancen zu kommen. Und zwar nicht ohne Erfolg. Nach sechs Minuten passte Traore in den Rücken der Abwehr, doch dort verunglückte Maxim der Abschluss. Fünf Zeigerumdrehungen später flankte Molinaro von links auf Harnik, und Borussia-Schlussmann ter Stegen musste den Kopfball des Österreichers über die Latte lenken. Wenig später kam bei der Elf vom Niederrhein Xhaka für Nordtveit. Der Norweger hatte sich bei einem unglücklichen Zusammenprall mit Niedermeier das Nasenbein gebrochen. Ausgerechnet in einer Phase, in der sich die Gladbacher etwas vom Druck der Gastgeber befreien konnten und durch Cigerci (17.) sogar eine gute Torchance besaßen, fiel der Führungstreffer für den VfB. Maxim schlug vom linken Flügel eine Freistoßflanke in den gegnerischen Strafraum, ter Stegen versuchte den Ball abzuwehren, aber seine Parade flog an den Kopf von Dominguez und von dort ins Tor (28.). Beim zweiten Stuttgarter Treffer, der ebenfalls über die linke Seite entstand, stellte sich die Borussia-Abwehr noch ungeschickter an. Torwart ter Stegen und Rechtsverteidiger Jantschke konnten sich nicht einigen, wer nach einem Querschläger den Ball aufnimmt. Gentner nahm den beiden sowohl die Entscheidung als auch das Spielgerät ab und lupfte die Kugel ins verwaiste Tor (34.).
Der Sieg der Heimmannschaft geriet nicht mehr in Gefahr. Denn die behäbig vorgetragenen Angriffsbemühungen der Niederrheiner stellten die VfB-Deckung vor keinerlei Schwierigkeiten, obwohl die Schwaben auf ihren Kapitän Tasci (Achillessehnenbeschwerden) verzichten mussten. Auf der Gegenseite war Stranzl grippekrank ausgefallen. In der zweiten Halbzeit plätscherte die Partie vor sich hin. Der VfB tat im Angriff nur noch das Nötigste, aber war einem weiteren Tor näher als Gladbach dem Anschlusstreffer. Nach einer erneuten Maxim-Freistoßflanke von der linken Seite strich Ibisevic´ Kopfball hauchzart über das Tor (55.). Im Gegensatz zum ersten Spielabschnitt griffen die Schwaben nun des Öfteren über die rechte Seite an. Nach einer Flanke des Rechtsaußen Harnik traf Maxim die Kugel nicht richtig, dennoch verpasste ter Stegen den Kullerball und hatte Glück, dass Stranzl-Vertreter Brouwers vor der Linie klärte (66.). Zehn Minuten später lupfte Okazaki den Ball über ter Stegen, allerdings auch über das Tor. Am Ende durften die Gäste sogar froh sein, dass die Niederlage nicht deutlicher als 0:2 ausfiel.
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— Jörg Wontorra