VfB-Erfolg, HSV- und FCN-Rückschläge

von Günther Jakobsen20:32 Uhr | 20.04.2014

Ausgerechnet gegen seinen "alten" Klub Schalke gelang Huub Stevens mit seinen „neuen“ Stuttgartern ein enorm wichtiger Sieg im Abstiegskampf. Für Nürnberg (1:4 gegen Leverkusen) und den HSV (1:3 gegen Wolfsburg) läuten dagegen die Alarmglocken umso lauter.

Viel war im ersten Durchgang zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Schalke 04 wahrlich nicht vor den Toren los. Hätte nicht Harnik die Schwaben nach 28 Minuten in Front gebracht, wäre der ein oder andere Zuschauer bestimmt eingenickt. S04 brachte in der ersten halben Stunde gar nichts auf die Reihe, wurde dann durch Goretzka (33.) und Huntelaar (45.) immerhin zweimal kurz auffällig vor dem Kasten von Torwart Ulreich. Nach der Pause schienen die Königsblauen dem 1:1 näher als der VfB dem 2:0, doch genau in dieser Phase schlug der Stuttgart zuerst durch Cacau (54.), dann nochmals durch Harnik (59.) zu und hatte die Partie plötzlich sicher im Kasten. Schalke verkürzte jedoch zeitnah (69., Szalai) und drängte vehement. Die Stevens-Elf aber hielt den Vorsprung mit großem Aufwand gegen die nunmehr wachen Gäste bis zum Schluss und setzte sich etwas von Abstiegsrängen ab. Schalke verlor den Anschluss an Dortmund und spürt im Kampf um Platz drei Leverkusen nun wieder im Nacken.

Schließlich fertigte Bayer 04 Leverkusen am Sonntagnachmittag den 1. FC Nürnberg souverän mit 4:1 ab. Die abstiegsgefährdeten Clubberer konnten zwar den Rückstand (Spahic, 16.) durch ein glückliches Freistoßtor von Plattenhardt (26.) kompensieren, mussten aber gleich nach der Pause das 1:2 durch Boenisch (48.) schlucken. Die vierte FCN-Niederlage in Folge komplettierten nochmals Spahic (80.) und Hilbert (87.), wobei sich große Löcher in der Deckung der Franken offenbarten, deren Chancen auf den Klassenerhalt nach den anderen Ergebnissen des Spieltages und nach der gezeigten Leistung vor eigenem Publikum rapide sanken.

Auch der Hamburger SV bleibt aktuell im Abstiegssumpf stecken, weil das starke Team des VfL Wolfsburg mit 3:1 am Samstagabend recht sicher die Punkte einsackte. Bereits nach zwei Minuten schockte Perisic die Hausherren mit dem 1:0. Vor allem im Angriff blieb der HSV absolut blass, musste zudem das 0:2 durch de Bruyne noch vor der Pause hinnehmen (42.). Mit dem schnellen 3:0 durch Olic nach der Pause (49.) war das Spiel entschieden. Daran änderte auch das Ehrentor von Ilicevic (58.) nichts mehr. Hamburg schielt nach dem 31. Spieltag hauptsächlich auf den Relegationsplatz und studiert bereits die Kandidaten um Platz drei in der 2. Liga.



Ich finde, wir machen das gut und ich bin der richtige Trainer.

— Bundestrainer Hans-Dieter Flick, den alle nur Hansi nennen, nach einem 1:4 gegen Japan. Einen Tag später wurde er entlassen.