VfL-Niederlage im Spitzenspiel

von Günther Jakobsen16:27 Uhr | 29.01.2013

Es wurde eng für die Lila-Weißen: Mit dem Karlsruher SC, dem man im Topspiel unterlag, sowie Preußen Münster rückten zwei Konkurrenten hautnah heran; Bielefeld blieb in Lauerstellung dahinter. Aachen und Wehen-Wiesbaden bewegten sich in Richtung Mittelfeld.

Zwei weitere verlegte Spiele, die Heimpartien von VfB Stuttgart II und des Schlusslichtes SV Darmstadt 98, trugen dazu bei, die wahren Verhältnisse in der Tabelle zu verschleiern. Auf die Situation an der Spitze hatte dies jedoch keinen Einfluss. Osnabrück, Karlsruhe und Münster blieben auf jeden Fall in dieser Reihenfolge in den Führungspositionen. Veränderung brachte der 23. Spieltag aber in den Abständen der Topteams: Da sich Osnabrück im Heimspiel dem ärgsten Verfolger KSC mit 2:3 geschlagen geben musste, schrumpfte der Vorsprung des Tabellenführers auf einen Punkt zusammen. Auch Preußen Münster kam mit einem Auswärtsdreier (2:0 bei Hansa Rostock) auf die gleiche Schlagdistanz heran. Ausgangspunkt der Osnabrücker Niederlage war der Platzverweis für Keeper Rickert nach einem Foul an Blum (24., Rote Karte). Wenig später brachte Calhanoglu die Gäste per verwandelten Handelfer mit 1:0 in Führung (29.) und baute die Führung kurz darauf noch aus (34.). Der VfL konnte vor der Pause nur einen Lattenschuss von Piscot dagegensetzen (40.), musste nach Wiederbeginn dann gar noch das 0:3 hinnehmen (55., Akpoguma mit seinem ersten Profi-Treffer). Trotz Unterzahl waren die Lila-Weißen damit unter Wert bedient. Mit großem Einsatz konnten sie das Resultat noch auf 2:3 verknappen (64., Manno/84., Pisot) - mehr war allerdings nicht drin.

Bielefeld blieb dank seines 3:1-Sieges gegen Offenbach den Aufstiegsrängen nahe. Die Elf von Stefan Krämer konnte sich dabei zugute halten, dass man trotz eines Rückstandes (11., Avdic) und längerem Unterzahlspiels (58., Rote Karte für Jerat) die drei Zähler einsackte. Unterhaching wurde durch die 1:2-Niederlage beim Tabellennachbarn Heidenheim in seinem Streben ausgebremst, ebenfalls die vorderen Ränge ins Visier zu nehmen. Im unteren Tabellendrittel machte Aachen Boden gut. Treffer durch Kefkir (29.) und Marquet (75.) im Spiel gegen Saarbrücken bescherten der Alemannia den dritten Heimsieg der Saison. Die Zweite des BVB kam durch den Auswärtspunkt bei Wacker Burghausen (2:2) nicht wirklich voran. Zumal man bis zur 84. Minute noch in Führung lag, ehe der eingewechselte Thiel für die Gastgeber ausglich. Wenig hilfreich für beide Klubs war auch das 1:1-Unentschieden zwischen dem Halleschen FC und den Stuttgarter Kickers. „Wir haben einen Punkt bei einem direkten Konkurrenten mitgenommen“, zeigte sich der neue Stuttgarter Coach Gerd Dais jedoch halbwegs zufrieden. Wehen-Wiesbaden, mit noch zwei Partien in Hinterhand, konnte allemal mit dem knappen 1:0-Sieg gegen Babelsberg zufrieden sein. Janjic hatte bereits in der 12. Minute den alles entscheidenden Treffer markiert, der den SVWW vorerst aus dem gröbsten Schlamassel herausholte.



Nein, den Ball habe ich nicht mitgenommen. Ich muss jetzt erst einmal schauen, ob mein Wikipedia-Eintrag auf dem neuesten Stand ist.

— Thomas Delaney nach seinem Dreierpack beim 5:2-Sieg mit Werder Bremen in Freiburg