In der Tabelle rangieren Borussia Dortmund und Werder Bremen mit jeweils sechs Zählern auf Augenhöhe. Die klare Favoritenrolle der Schwarzgelben gegenüber den Grünweißen im Freitagsspiel kann diese Statistik jedoch nicht erschüttern. Werder-Kapitän Fritz wird für diese Partie nicht rechtzeitig fit und mit Caldirola (Sprunggelenks-Probleme) steht der Einsatz eines weiteren Defensivakteurs in Frage.
Lokale Rivalitäten stehen auf dem Spielplan, wenn am Samstag der FC Bayern den 1. FC Nürnberg empfängt und Bayer Leverkusen die Gladbacher „Fohlenelf“ begrüßt. In beiden Fällen sind die Gastgeber favorisiert, wenngleich Gladbach in den letzten Jahren seinem langjährigen Angstgegner Paroli bieten konnte. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl findet lobende Worte für den Gegner: „Sie sind ein gutes Beispiel dafür, wie man gute Transfers tätigt und immer wieder junge Spieler einbinden kann“. Wolfsburgs Groß-Transfer von Luiz Gustavo deutete bereits am vorigen Spieltag an, zum Volltreffer für die „Wölfe“ zu werden. Der VfL tritt beim FSV Mainz an, wo man sich dank der Fortschritte in letzter Zeit selbstbewusst dem Vergleich mit höher dotierten Kontrahenten stellt: „Wir kommen in unserer Entwicklung jetzt auch in Bereiche, in denen wir uns mehr zutrauen“, meint Thomas Tuchel. Ein Mangel an Selbstbewusstsein ist der TSG 1899 Hoffenheim angesichts der bisherigen Saisonleistungen nicht zu unterstellen. „Wir dürfen den Hoffenheimer Angreifern nicht zu viel Platz lassen“, warnt deshalb Gästecoach Christian Streich, der mit seinen Freiburgern zum Baden-Derby anreist. Mit dem FC Schalke und dem Hamburger SV (fährt nach Berlin) stehen zwei Klubs vor interessanten Auswärtsaufgaben, die nach den letzten Resultaten verunsichert scheinen. „Es geht Schlag auf Schlag, so dass kaum Zeit bleibt, um sich über die jüngsten Ergebnisse zu ärgern“, sieht S04-Coach Jens Keller dem Gastspiel in Hannover erwartungsvoll entgegen, obschon wichtige Akteure (Huntelaar, Farfan, Kolasinac) verletzt fehlen. Beim HSV gesellte sich zum sportlichen Tiefschlag (1:5 gegen Hoffenheim) anschließend der Ärger über den mallorquinischen Ausflug zweier Akteure, die auch prompt dafür mit Nichtberücksichtigung für das Samstags-Spätspiel bestraft wurden.
Einträchtig geteilte erste Punkte, der erste Sieg, oder ein absoluter Katastrophenstart: In den beiden Sonntagsspielen eröffnen sich für die vier beteiligten Teams allesamt die gleichen Optionen. Kurioserweise treten nämlich vier Teams an, die bislang noch gänzlich ohne Zähler blieben. Den beiden Europa League-Aspiranten Eintracht Frankfurt (in Braunschweig) und VfB Stuttgart (in Augsburg) stehen dabei Auswärtsspiele bevor. „Durch den Transfer von Karim Bellarabi haben wir noch mehr Möglichkeiten den Kader zu bestücken sowie ein Spielsystem auszuwählen“, freut sich Braunschweigs Coach Torsten Lieberknecht über den Neuzugang; auch wird mit einem Einsatz von Kumbela gerechnet. FCA-Trainer Markus Weinzierl thematisierte in der Vorschau auf die Partie gegen Stuttgart den erfolglosen Saisonstart - und dessen Konsequenz: „Am dritten Spieltag sind wir gefordert … Jetzt gilt es, zu punkten.“
Es ist wunderbar, schöne Tore zu erzielen. Aber noch besser sind wichtige Tore.
— Wayne Rooney