Mühsamer als im Hinspiel, jedoch vollauf berechtigt entschied Dortmund auch den zweiten Vergleich mit Galatasaray für sich (Gruppe D). In der Gruppe C feierte Leverkusen seinen zweiten Sieg gegen St. Petersburg.
Einen derartigen Freistoß - Hulk setzte das angeschnibbelte Leder aus großer Distanz an den linken Pfosten (13.) - hatte man selten gesehen. Auch sonst war Zenit St. Petersburgs Auftreten in den ersten 45 Minuten nicht ungefährlich und Leverkusen kam mit etwas Glück und einem gut aufgelegten Leno im Tor unbeschadet in die Halbzeitpause. Mit einer sehenswerten Freistoßvariante, von Son abgeschlossen (69.), unterstrich das Bundesligateam aber seine größere Torgefährlichkeit und legte, erneut durch Son, mit einem Konter kurz darauf vorentscheidend nach (73.). Ryanzantsev hebelte Leverkusens Abwehr mit einem Lupfer in der 89. Minute komplett aus und ermöglichte Rondon, frei vor Leno auf 1:2 zu verkürzen. Die Schlussattacke der Russen brachte jedoch keinen weiteren Treffer. "Leider hatten wir nicht das Glück, dass der Ball ins Netz wollte. Nur das gibt es zu beklagen. Insgesamt war es ein gutes Spiel zwischen zwei Mannschaften, die es verdient haben, in die nächste Runde einzuziehen", fasste Zenits Coach André Villas-Boas zusammen. Für seine Elf (4 Punkte) blieb das Erreichen dieses Ziels in der Gruppe C noch diffus - Monaco (5) und Lissabon (4) rangieren auf Augenhöhe. Leverkusen hingegen verfügt mit seinen neun Zählern über eine prächtige Basis.
Dortmunds Achtelfinaleinzug wurde bereits nach dem vierten Gruppenspiel besiegelt. Im Heimspiel gegen Galatasaray Istanbul kamen die Borussen nur kurzzeitig ins Straucheln, als Balta nach einem Eckstoß zum 1:2-Anschlusstreffer der Gäste traf (70.). Zuvor hatten Tore von Reus (39.) und Sokratis (56.) den BVB auf Kurs gebracht. Der gerade eben eingewechselte Immobile erzielte durchsetzungsstark das 3:1 (74.) und erstickte damit den Elan der Türken, die später noch den vierten Gegentreffer einfingen. Kaya fälschte eine Flanke Immobiles unhaltbar für Torwart Muslera ins eigene Tor ab (86.). Mehrfach beeinträchtigt und zwei Mal unterbrochen wurde die Partie, da aus dem Gästeblock Feuerwerkskörper aufs Feld und in die Ränge der Dortmunder geworfen wurden. "Im Vergleich zum Spiel gegen Dortmund bei uns in Istanbul haben wir uns gesteigert. Kleine Fehler haben uns heute um etwas Zählbares gebracht", analysierte Gästecoach Cesare Prandelli. "Auch nachdem wir das 1:2 bekommen hatten, hatte ich keine Sorgen", behauptete Jürgen Klopp, dass er sich des Erfolges sicher war. Letzteres galt allemal für das Weiterkommen in die K.-o.-Runde. Arsenal FC (nur 3:3 gegen Anderlecht nach einer 3:0-Führung) benötigt noch einen Zähler, um dem BVB sicher zu folgen.
In 15 oder 20 Jahren? Da leben wir beide schon gar nicht mehr.
— Stefan Effenberg zu einem Journalisten.