Vorteile für Werder, Mainz und den BVB

von Günther Jakobsen17:38 Uhr | 01.03.2014

Im Nord-Derby befreite sich Bremen gegen den HSV aus größter Not, während auch Mainz für weiterhin schwächelnde Leverkusen zu stark war. Dortmund ließ Nürnberg keine Chance, derweil sich die Gegner in Braunschweig und Augsburg sowie am Vortag in Berlin die Punkte teilten. Am Samstagabend fertigte Bayern München Schalke 04 mit 5:1 ab.

Im 100. Bundesliga-Derby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV saß das Abstiegsgespenst mit im Stadion, so dass sich über weite Strecken kein gutes Spiel entwickelte. Die Bremer bemühten sich vor der Pause aber wesentlich mehr und trafen nach einer artistischen Hackenvorlage von Hunt durch Junusovic zum 1:0 (19.), welches das einzige Tor in dieser Partie bleiben sollte, denn der HSV wusste sich auch im zweiten Durchgang kaum zu steigern. Während die Hausherren einen kleinen Abstand zu den Abstiegsrängen aufbauten, blieb die Situation für die Slomka-Elf akut.

Fünf Pflichtspielniederlagen in Folge musste Bayer 04 Leverkusen einschließlich des 0:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 nunmehr einstecken. Für die gewohnt kompakt verteidigenden Gäste traf Choupo-Moting mit der Hacke in der 37. Minute und brachte sein Team dichter an die internationalen Plätze heran. Bayer hatte einige gute Möglichkeiten, schloss diese aber zu unkonzentriert ab.

Noch deutlicher als das 3:0-Endergebnis war die Überlegenheit von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Nürnberg. Vor allem Lewandowski stellte die FCN-Deckung oft vor unlösbare Probleme. Der Pole traf zum 2:0 in der 64. Minute, während Hummels (51.) und Mkhitaryan (83.) die restlichen Buden besteuerten. Der Club konnte sich bei seinem Schlussmann Schäfer bedanken, der weitere Einschläge verhinderte.

Zwei unmögliche Eigentore der beiden Torhüter Davari und ter Stegen blieben die einzigen Treffer in der Partie zwischen Eintracht Braunschweig und Borussia Mönchengladbach. Zuerst musste der Eintracht-Schlussmann hinter sich greifen, weil Boland einen Raffael-Eckball unerwartet durchgehen ließ und das Runde vom Bein Davaris ins Netz abprallte (25.). Beim Ausgleich drosch ter Stegen halbwegs über die Rückgabe von Daems, so dass der Ball ebenfalls völlig unerwartet im Kasten landete (52.). Für beide Teams war das Remis zu wenig, wenn auch verdient.

Überraschend ging Hannover 96 beim FC Augsburg durch eine "Kullerball" von Diouf in Front (21.) und ward danach kaum mehr vorm Tor des FCA gesehen. Die vielen Möglichkeiten, die die Hausherren danach erspielten, hätten für mehrere Siege reichen können, doch der glänzend aufgelegte Schlussmann Zieler wurde nur noch von einem Kopfball Klavans (55.) bezwungen.

Am Freitagabend krampften sich Hertha BSC und der SC Freiburg ein sehr langweiliges 0:0 ab. Keine der beiden Mannschaften ging im Angriff ein Risiko ein, so dass auch hier kein Sieg eingefahren wurde.

Bereits nach 28 Minuten hatte der FC Bayern München dem FC Schalke 04 vier Treffer eingeschenkt. Alaba war per Freistoß erfolgreich (3.), Robben hatte sich nach einer Viertelstunde wie üblich durchgesetzt und auch in der 28. Minute auf ähnliche Art über rechts kommend getroffen und Mandzukic eine Alaba-Flanke eingeköpft (24.). Weitere Großchancen ließ der FCB sogar noch liegen. Erst nach über einer halben Stunde stabilisierte sich S04 und kam im zweiten Durchgang glücklich durch ein Eigentor von Rafinha zum Ehrentor (64.). Nachdem Papadopoulos Mandzukic umwarf, sah der Grieche die Rote Karte und Robben verwandelte den Strafstoß zum 5:1-Endergebnis. Es war die erwartet einseitige Begegnung.



Die Mannschaft hat ihren Libero aufgelöst - jetzt hat sie einen Mann mehr auf dem Platz.

— Gerd Rubenbauer