Am Sonntag mussten der HSV in Gladbach sowie Hannover gegen Bremen Federn lassen, während sich am Vorabend Freiburg im Kellerduell gegen den Club knapp durchsetzte, sich die Trainer dabei zudem gar nicht grün waren.
In der ersten halben Stunde wirkte der Hamburger SV bei Borussia Mönchengladbach vor allem in der Defensive sehr stabil und ließ wenig zu. Als dann Calhanoglus Freistoß-Flanke den Kopf von Zoua erreichte, stand es außerdem mit der ersten guten Möglichkeit der Gäste plötzlich 1:0 für die Hanseaten (28.). Neun Minuten später aber unterlief Mancienne ein unnötiges Handspiel, Daems verwandelte vom Punkt zum Ausgleich - allerdings erst im Nachschuss. Im zweiten Durchgang lief die Partie lange auf Augenhöhe, ehe ein Doppelschlag durch Raffael (75.) und Dominguez (78.) die Waage in Richtung der Heimelf kippen ließ.
Ein spannende Begegnung boten Hannover 96 und Werder Bremen im Verlauf des Nord-Derby vor ausverkauftem Haus. In der Anfangsphase gab es kaum Torszenen, die Führung der Niedersachsen durch einen nicht unhaltbaren Huszti-Freistoß (43.) zur Pause war zudem recht glücklich. Im zweiten Durchgang ging es Hin und Her, das Spiel nahm Fahrt auf und die Torchancen summierten sich. Nach dem verdienten Ausgleich durch di Santo (58.), standen die nun starken Torhüter Zieler und Wolf verstärkt im Mittelpunkt. Erst ein Kopfballtor durch den überragenden Prödl (90.) brach den Bann für die letztlich etwas glücklicheren Bremer, die somit besonders wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt einfuhren.
Auch der SC Freiburg fuhr einen wichtigen Dreier im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga gegen den Mitkonkurrenten 1. FC Nürnberg ein. Am Samstagabend war viel Hektik, auch am Spielfeldrand, angesagt, wo sich die beiden Übungsleiter Streich und Verbeek ein scheinbar wildes verbales Duell lieferten, so dass der Club-Trainer am Ende der Partie keine Lust mehr hatte, an der Pressekonferenz mit dem SC-Coach Streich teilzunehmen. Auf dem Platz ging es ebenfalls heiß her. Pogatetz (7.) und Drmic (45.) brachten den Club zwar zweimal in Front, doch Krmas (23.) und Mehmedi (53., Foulelfmeter) hielten die Breisgauer im Spiel. Nach dem 3:2 durch Klaus blieb es spannend bis zum Schluss, doch am Ende war der FCN verärgert und gegen seinen Angstgegner erneut ohne Punkt geblieben.
Das ist ja fast schon Zynismus!
— Friedhelm Funkel, Trainer von Bayer Uerdingen, nach einem 0:5 gegen den 1. FC Kaiserslautern, auf die Frage, ob ihm der Trainerberuf noch Spaß macht.