Im Kellerduell zwischen dem HSV und Nürnberg konnten die Hanseaten nach langer Zeit auch fußballerisch überzeugen und fuhren verdient die Punkte ein. Auch Freiburg holte wichtige Zähler, zog Gastgeber Frankfurt weiter nach unten. Am Vorabend tat der FC Bayern gegen Bayer erneut nur wenig mehr als nötig und geriet dennoch bestenfalls für ein paar Minuten in Gefahr.
Durch einen Sieg über den 1. FC Nürnberg wollte der Hamburger SV mit seinem Gegner nach Punkten gleichziehen, ihn aber wegen des besseren Torverhältnisses in der Tabelle überholen. Dieses Unterfangen gelang deutlich, obwohl das Ergebnis am Ende nur knapp überm Strich war. Bereits im ersten Durchgang schoss der HSV risikofreudig in Richtung FCN-Tor, traf aber nicht. Von den Franken gab dagegen nur wenig Interessantes aus der Offensivabteilung zu berichten. Die Erlösung für die auch nach der Pause Spiel bestimmenden Gastgeber besorgte einmal mehr Youngster Calhanoglu, der in der 80. Minute traf. Das glückliche, aber ebenfalls hoch verdiente 2:0 fiel durch ein Eigentor von Frantz (86.). Das Gegentor von Drmic in der Nachspielzeit hatte nur noch statistischen Wert, sorgte bei den Hamburger Fans aber noch für ein bis zwei Zitterminuten vor dem erlösenden Abpfiff.
Eintracht Frankfurt legte in einem weiteren Spiel aus der unteren Tabellenregion gegen den SC Freiburg zwar in der Anfangsphase furios los, scheiterte aber am eigenen Unvermögen oder Torwart Baumann. Die effektiven Gäste gingen dann plötzlich durch einen Fallrückzieher von Schuster noch vor der Pause in Front (34.) und bremsten die Eintracht gewaltig aus. Dem 2:0 durch Guede (54.) folgte zwar zeitig das 1:2 von Josule (59.), doch Freiburg baute den Vorsprung erneut auf zwei Treffer aus (70., Klaus). Den 4:1-Endstand besorgte Guede mit seinem zweiten Tor und brachte Freiburg den Relegationsplatz, während die Hessen wieder tiefer in den Schlamassel rutschten.
Auch von Bayer 04 Leverkusen ließ sich der FC Bayern München, trotz der hohe Wellen schlagenden Hoeness-Verurteilung, nicht vom Meisterschaftspfad abbringen. Anfangs rumpelte es zwar noch etwas beim FCB und Bayer hätte auch in Führung gehen gehen. Vor (44. , Mandzukic) und nach (52., Schweinsteiger) dem Seitenwechsel aber machte der Rekordmeister die entscheidenden Treffer und ließ danach nichts mehr anbrennen. Bayers Angreifer Kießling durfte in der Nachspielzeit mit seinem Kopfballtor zum 1:2-Endergebnis nur noch seine zuletzt dürftige Bilanz wieder etwas aufbessern.
Es wird Zeit, dass ich wieder spiele, sonst reißt hier jeder Sauerstofftyp die Klappe auf!
— Gerald ,,Gerry" Ehrmann, Torhüter beim 1. FC Kaiserslautern, über seinen Vertreter Michael Serr.