Wigan sensationell FA-Cup-Sieger

von Günther Jakobsen18:24 Uhr | 12.05.2013

Ein großer Titel für die „Latics“: Wigan schlug im Wembley-Stadion Manchester City im FA-Cup-Finale mit 1:0. Der Erfolg kontrastiert stark mit dem Premier League-Dasein des Klubs, der kurz vor dem Abstieg steht.

Man konnte noch nicht einmal sagen, dass die als haushoher Favorit gehandelten und feldüberlegenen „Citizens“ die besseren Tormöglichkeiten hatten. Zwar scheiterte Tevez bei seiner größten Chance nur an den Hacken von Wigans Keeper Robles, der per Hechtsprung schon auf dem Weg in die andere Ecke war. Doch die Athletic-Akteure McManaman und Maloney - Letzterer setzte einen Freistoß auf den Querbalken - hätten das Leder ebenso gut schon vor der entscheidenden Schlussphase in Manchesters Kasten unterbringen können. Als Zabaletas rüdes Einsteigen aus der 86. Minute mit der Gelb-Roten Karte geahndet wurde, verschoben sich die Vorteile zugunsten des Underdogs. Dass der Durchbruch indes noch während der regulären Spielzeit erfolgte, kam dann doch überraschend: Maloney brachte in der gerade angebrochenen Nachspielzeit einen Eckball an Manchesters Sechzehner, den Watson per Kopf in die lange Ecke drückte.

„Ich habe darüber nachgedacht, wie wir in der Nachspielzeit unsere numerische Überlegenheit ausspielen könnten - und dann machen wir unglaublicherweise das Tor“, schildert Wigan-Manager Roberto Martinez seine Gedanken während der Schlussphase. Ob der Spanier weiterhin als Verantwortlicher der „Latics“ weitermacht, blieb offen. Spekulativ wurde er als neuer Manager Evertons gehandelt. Auch die Zukunft seines Manchester City-Pendants Roberto Mancini wurde, speziell nach der unerwarteten Pleite, in Frage gestellt. Der Italiener meinte dazu, eine Entscheidung würde wohl innerhalb der nächsten beiden Wochen fallen.



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