Wolfsburg schuf sich mit seinem 2:1-Sieg gegen Köln ein sattes Sechspunkte-Polster für den Rückrundenstart; Hertha und Freiburg handelten sich zum Halbserienausklang unerfreuliche Abschlüsse vor eigenem Publikum ein. Die Breisgauer übernahmen die rote Laterne.
Dieter Hecking scheute die Phrase nicht: "Das war das erwartet schwere Spiel", teilte Wolfsburgs Coach der wartenden Presse nach dem 2:1-Erfolg über Köln mit. Und das war gar nicht mal übertrieben, denn die rheinischen Gäste bereiteten dem Tabellenzweiten lange Zeit sehr viel Mühe mit ihrer Kontertaktik. Schon in der Spielanfangsphase tauchten sie mehrmals gefährlich vor Benaglios Kasten auf. Ein starker Angriffszug, von Maroh mit einem platzierten Schuss abgeschlossen, brachte dem FC sogar die Führung (11.). Dosts Kopfballtreffer entspannte die Situation für die Gastgeber umgehend (16.), doch Kölns gute Defensive unterband andere Wolfsburger Chancen weitestgehend. Ein Eckstoß in der zweiten Halbzeit führte schließlich den Sieg der Niedersachsen herbei: De Bruyne schlug den Ball in den Sechzehner, wo Naldo per Kopf Maß nahm und wuchtig ins linke Eck traf (78.) - die Entscheidung. Wolfsburg hatte damit seinen Vorsprung zu Platz drei auf sechs Punkte ausgebaut.
Die beiden Sonntagsspiele bescherten den jeweiligen Gastgebern eine Menge Frust. Zunächst musste Hertha BSC eine deftige 0:5-Klatsche gegen Hoffenheim verarbeiten. Ein vermeidbares Eigentor von Brooks leitete den fatalen Nachmittag der Berliner ein (23.); Brooks´ Ungeschick (26.) sowie eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Sippel (39.) gewährten dann Salihovic zwei Strafstoßmöglichkeiten, die der Bosnier dankend annahm. Aus einem Berliner Eckball entwickelte sich in der zweiten Hälfte ein Hoffenheimer Konter zum 4:0 (74., Schipplock), ein Ballverlust Niemeyers begünstigte letztendlich den 0:5-Endstand (84., Rudy). Der SC Freiburg nahm aus seinem Heimspiel gegen Hannover zwar einen Punkt mit, da man jedoch nach Toren von Frantz (45.) und Kempf (81.) bis zur 83. Minute mit 2:0 führte, fühlte sich die 2:2-Punkteteilung, die unterm Strich dem Spiel gerecht wurde, wie eine Niederlage an. Bittencourt (83., nach Stindls guter Vorarbeit) und Joselu, tief in der Nachspielzeit, nach Bürkis missglücktem Rettungsschlag, sorgten für die späten 96er-Tore.
Vor lauter Philosophieren über Schopenhauer kommen wir gar nicht mehr zum Trainieren.
— Richard Golz auf die Frage, was beim sogenannten Studentenclub SC Freiburg anders sei