In Augsburg endete die positive 2015er Serie der Wolfsburger per Elfmeter-Nachschuss, während die Bayern in Hannover ihren Vorsprung ausbauten. Schalke gewinnt mit neuem Engagement gegen Hoffenheim und auch Bremen beim sturmschwachen SC Freiburg. Nullnummern ergaben sich dagegen für den HSV und Dortmund sowie am Freitag zwischen Stuttgart und Hertha.
Ein Doppelschlag von Thomas Müller (61., 72.) gab letztlich den Ausschlag für einen halbwegs souveränen Auswärtssieg des FC Bayern Müchen, der bei Hannover 96 allerdings zuerst durch einen Kiyotake-Treffer (25.) zurücklag. Xabi Alonso rutschte zwar drei Minuten später während seines Freistoßes zum 1:1 aus (28.), doch weil die 96-Mauer nicht hoch sprang, landete die Kugel im Netz der Gastgeber.
Weil gleichzeitig der VfL Wolfsburg seine erste Niederlage in diesem Jahr beim FC Augsburg kassierte, vergrößerte sich der Abstand der VW-Städter zum führenden Rekordmeister auf elf Zähler. Die favorisierten Gäste wurden vor allem im Angriff den Erwartungen nicht gerecht, weil der FCA den VfL-Spitzen kaum Räume ließ. Den entscheidenden Treffer erzielte Kohr, der zur Stelle war, als Benaglio einen Werner-Elfer zu kurz abgewehrt hatte (63.).
Wiedergutmachung nach dem schwachen Derby-Auftritt in Dortmund leistete der FC Schalke 04 daheim gegen 1899 Hoffenheim. Fuchs brachte die besonders zu Beginn starken Knappen nach zwölf Minuten in Front, Max Meyer (41., 53.) machte rechtzeitig und verdient den Sack zu. Hoffenheim kam erst nach dem Anschluss von Volland (73.) besser in die Partie, doch wirklich eng wurde es für die Hausherren nicht mehr.
Erneut musste der SC Freiburg mit seiner Abschlussschwäche hadern, denn die Partie gegen Werder Bremen ging vor allem aus diesem Grund mit 0:1 verloren. Ein schöner Schuss von der Strafraumgrenze in den rechten Giebel entschied die kampfbetonte Auseinandersetzung durch di Santo (35.).
Sieben Gelbe Karten zeigten im Spiel Hamburger SV und Borussia Dortmund auf, dass auch in diesem Treffen ordentlicher Körpereinsatz überwog. Der BVB beherrschte zwar das Mittelfeld und war deutlich öfter am Ball, doch der HSV zerstörte die wenig kreativen Offensivaktionen der Gäste nahezu durchgehend erfolgreich. Nach vorne aber boten auch die Hanseaten nur Magerkost, so dass kein Tor fiel.
Am Engagement lag es nicht, dass der VfB Stuttgart gegen Hertha BSC ebenfalls nicht über ein torloses Remis hinaus kam. Am Freitagabend neutralisierten sich die Kellerkinder meist zwischen den Strafräumen, auch wenn es zu einigen guten Möglichkeiten auf beiden Seiten kam. Im Angriff aber war auch in Stuttgart kein Lichtblick in beiden Teams zu auszumachen.
Wenn der Kaiser spricht, legen sogar die Engel die Harfen weg.
— Max Merkel über Fußball-Idol Franz ,,Der Kaiser" Beckenbauer.