Zum Schluss das Topspiel

von Günther Jakobsen14:56 Uhr | 24.10.2014

Der 9. Spieltag beginnt mit dem Match der leidgeprüften Bremer gegen den 1. FC Köln und endet am Sonntag mit vier Teams aus der Spitzengruppe der Liga. Mittendrin, am Samstag, treffen die Champions-League-Teilnehmer Leverkusen und Schalke aufeinander; zudem erklärt Markus Gisdol eine Märchenstunde als beendet.

"Wo die Weser einen großen Bogen macht ..." - so der Titel eines populären Werder-Songs - machte zum Leidwesen der Grünweißen auch der Erfolg einen großen Bogen. Vor dem Freitagabend-Spiel gegen Aufsteiger 1. FC Köln ist der noch sieglose Tabellenletzte daher dringend auf einen Sieg angewiesen: "Wir haben in den ersten drei Heimspielen schon einige Sachen richtig gut gemacht. Diese müssen wir wieder auf den Platz bringen. Nur spielt jetzt der Kopf eine größere Rolle", beschreibt Robin Dutt die prekäre Situation. Seine Aufstellung hielt der Bremer Coach geheim: "Alle Spieler, die im Kader stehen, sind eine Option für die Startaufstellung." Gästecoach Peter Stöger konnte seinen Brustlöser, den ersten Heimdreier der Saison, am vorigen Spieltag feiern: "Bei uns hat sich die Situation durch den Sieg gegen den BVB entschärft. Das hat die Vorarbeit auf das Spiel etwas einfacher gemacht."

Ob Dortmunds CL-Gala (4:0 bei Galatasaray) auch den Schwarzgelben den nötigen Bundesligaschub verlieh, wird sich am Sonnabend zeigen, wenn der BVB gegen Hannover 96 antritt. "Die haben ja auch ein bisschen Ergebnisprobleme ...", weist Jürgen Klopp darauf hin, dass auch die Niedersachsen (zuletzt drei Niederlagen) nicht gerade einen Erfolgslauf haben. Allerdings mussten sich die 96er mit den Topteams der Liga FC Bayern und Mönchengladbach messen. Ein intensives Duell um einen Platz im oberen Bereich ist vom Spiel der erfolgreichen CL-Teilnehmer Bayer Leverkusen vs. FC Schalke zu erwarten. "Ich war am Dienstag beim Heimsieg der Schalker gegen Lissabon im Stadion und habe mich von ihren Qualitäten überzeugt. Ich gehe davon aus, dass Schalke auf Sieg spielen wird", berichtete Bayer-Coach Roger Schmidt von seiner Gegner-Sichtung. Ob der von Schalke ausgeliehene Papadopoulos von Beginn an zum Einsatz kommt verriet er nicht. Ebenfalls um internationale Startplätze geht es am Samstag in der Partie der TSG Hoffenheim (derzeit auf Rang 3) gegen SC Paderborn (Platz 7). 1899-Trainer Markus Gisdol warnt vor einem Unterschätzen des Gegners: "Paderborn hat vor der Saison sehr clever agiert und das Märchen vom krassesten Außenseiter der Liga-Geschichte erzählt. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, ist das wirklich ein Märchen. Paderborn ist eine Mannschaft mit einem klaren Plan, die voller Selbstvertrauen ist, guten Fußball spielt und zurecht schon zwölf Punkte hat." Zwölf Punkte hat auch die Frankfurter Eintracht, die den VfB-Stuttgart, mit Ex-Trainer Armin Veh erwartet. Die weiteren Partien des Samstags lauten FC Augsburg gegen SC Freiburg und Hertha BSC gegen den Hamburger SV.

Bevor am Sonntag das Spitzenspiel zwischen Mönchengladbach und Bayern München angepfiffen wird, empfängt der VfL Wolfsburg den FSV Mainz. Dank des 4:2-Auswärtssieges bei FK Krasnodar entspannte sich die Lage der "Wölfe" in der Europa League. Gegen die in der Bundesliga noch ungeschlagenen und auf Augenhöhe rangierenden 05er dürfte die Aufgabe schwieriger werden. Mit Spannung blickt der Fußballfan dann auf das Topspiel der Gladbacher gegen den FC Bayern. Dass die Borussen kürzlich noch in der Europa League antreten mussten (5:0 gegen Limassol), fällt laut Lucien Favre nicht entscheidend ins Gewicht: "Natürlich haben wir nicht viel Zeit, zu regenerieren, aber das ist kein Problem für uns. Wir sind gut vorbereitet. Wir wollen jedes Spiel gewinnen - auch gegen Bayern."



Die Gitarre und das Tor.

— Der Jugend-Kicker begibt sich für Bodo Illgner in die Rubrik ,,Die kreative Zeile."