Zwei Vereine, ein Schicksal: Arsenal blieb zum fünften Mal in Folge der Zugang zum CL-Viertelfinale verbaut, Leverkusen wartet seit 2002 auf den Einzug in die Runde der letzten Acht.
Bayer Leverkusen wehrte sich redlich gegen ein erneutes Scheitern im Achtelfinale. "Die Mannschaft hat einen großartigen Kampf geliefert", betonte Roger Schmidt. Der Bundesligist begann gut im Estadio Vicente Calderon und holte erste Torchancen heraus, bevor ein abgefälschter Schuss von Suarez die Gastgeber in Führung brachte (27.) und Atletico den Gleichstand in der Gesamtwertung verschaffte. Dem Druck der Spanier konnte Bayer in der Folgezeit widerstehen, auch in der notwendig gewordenen Verlängerung, die torlos blieb. Das Elfmeterschießen erwies sich dann nicht gerade als Paradedisziplin beider Teams, da gleich die jeweils ersten Schützen scheiterten - Garcia schoss über den Kasten, Calhanoglu brachte das Leder nicht an Ersatztorwart Oblak vorbei. Atleticos Koke scheiterte später an Bayer-Keeper Leno, doch Toprak und abschließend Kießling setzten den Ball bei ihren Versuchen über den Querbalken, so dass Madrid in der Elfmeterlotterie gewann. "Es ist nicht einfach, Elfmeterschießen zu üben, und wir haben es auch nicht getan", kommentierte Diego Simeone das nervenzehrende Finale des Duells. "Wir sind das, was die Leute heute Abend gesehen haben: eine Mannschaft, die manchmal nicht gut spielt, aber ihre Seele ins Spiel einbringt."
Im zweiten Dienstagspiel versuchte Arsenal FC beim AS Monaco vergebens, die 1:3-Hinspielniederlage wettzumachen. Die "Gunners" sicherten sich nicht unerwartet die deutlich höheren Spielanteile (61 %) gegenüber den defensivstarken Franzosen und schlugen durch Girouds Treffer aus der 36. Minute erstmals zu. Ramsey, der von Kurzawas Fehler profitierte, erhöhte in der 79. Minute auf 2:0 - dabei blieb es zum Leidwesen Arsene Wengers jedoch. "Wir waren im Hinspiel ein bisschen zu selbstbewusst und nicht vorsichtig genug", führte der einstige Monaco-Coach Arsenals Scheitern auf die erste Begegnung zurück. "Im Viertelfinale werden sich alle Teams ein Duell mit Monaco wünschen", glaubt AS-Trainer Leonardo Jardim, der die Außenseiterrolle offenbar gerne annimmt.
Das ist einer, der kann saufen, raufen und Kinder zeugen - wie Dschingis Khan.
— Max Merkel über Udo Lattek.