
Allmählich wieder der Alte:
Franck Ribery
Allmählich wieder der Alte:
Franck Ribery
Im Duell der ehemals Gescholtenen durften sich beide Trainer irgendwie als Sieger fühlen: Funkels verletzungsdezimierte Eintracht hielt den Meister gut in Schach. Klinsmanns FC Bayern bestimmte weite Strecken des Spiels und bog am Ende sogar erneut einen Rückstand um.
Eintracht-Trainer Funkel, dem fast eine komplette Elf (u.a. Chris und Inamoto) fehlte, wählte gegen die Bayern das Erfolgsrezept aus den vergangenen Jahren: Frankfurt stand tief in der Defensive und lauerte vornehmlich auf Kontergelegenheiten. Dementsprechend klar dominierten die Münchner die erste Halbzeit, ohne jedoch Frankfurts Keeper Oka Nikolov unter Dauerbeschuss zu setzen. Der Mazedonier parierte zudem die wenigen guten Chancen, einen Podolski-Aufsetzer (4.) und einen Schuss des frei gespielten Schweinsteigers (21.). Außerdem flog ein Versuch von Borowski, der für Lell in der Startelf begann, am Tor vorbei (29.). Mehr Einschussgelegenheiten ließ eine engagierte Frankfurter Abwehr nicht zu.
In der zweiten Halbzeit wurde die Eintracht auch im Angriffsspiel etwas mutiger. Die Führung fiel dennoch unerwartet: Eine Steinhöfer-Flanke verlängerte just Bayerns Abwehrchef Demichelis ins eigene Netz (55.). Die Gäste setzten daraufhin zu einem eindrucks- und ebenso wirkungsvollen Zwischensprint an. Ein Ribery-Zuspiel schoss Klose zur Führung ein (65.). Das Zusammenspiel klappte auch mit umgekehrter Rollenvorteilung: Nachdem Klose selbst im Abschluss an Nikolov scheiterte, gab er die Vorlage, die Ribery per Direktabnahme verwandelte (71.). In der Schlussphase wollten die Bayern die Führung nur noch über die Zeit bringen, dagegen gaben sich die Hessen zwar nie auf, spielten sich aber in der Schlussphase gerade einmal eine einzige Großchance heraus. Diese vergab Russ, als er aus wenigen Metern einen Schuss knapp über den Querbalken setzte (88.). Die Münchner fuhren einen verdienten Sieg ein, jedoch waren die Mainstädter wieder einmal ein unbequemer Gegner und letztlich zufrieden genug, dem großen Favoriten immerhin die Stirn geboten zu haben.
Senthuran Sivananda