Abel vor Duell seiner Ex-Klubs: „Ich würde es Mainz mehr gönnen“

von philipp.meierjohann18:14 Uhr | 04.11.2020
Der Mainzer Adam Szalai darf wieder mit dem FSV-Team trainieren. Foto: Torsten Silz/dpa
Am Samstagnachmittag treffen der FSV Mainz 05 und Schalke 04 in einem wegweisenden Spiel aufeinander. Mit einem Sieg könnte man den Druck etwas von sich nehmen, eine Niederlage hingegen würde wohl einen Abstiegskampf bis zum bitteren Ende bedeuten. Mathias Abel spielte für beide Klubs. Für wen sein Herz höher schlägt, verheimlicht der Deutsche keineswegs.

Samstag, 07.11.2020



Kritik für FSV und S04

Der Kader des FC Schalke 04 wird oft als viel zu stark für die aktuelle Platzierung deklariert. Doch für Mathias Abel ist die aktuelle Lage der Knappen kein Zufall. Zwar kritisiert er den Kader nicht, allerdings sah er schon über Jahre hinweg eine unpassende Unruhe, die das Fass zum Überlaufen brachte. „Der Tabellenplatz spiegelt die aktuelle Situation wider. Und bei Schalke war es in den letzten Jahren immer unruhig“, erklärt der ehemalige Verteidiger gegenüber dem „Nur der FSV“-Podcast.



Hingegen sieht er aber auch bei Mainz 05 eine fehlerhafte Wahrnehmung: „Durch die lange Zugehörigkeit zur Bundesliga hat man mittlerweile ein gewisses Selbstverständnis. Das ist für mich immer gefährlich“. Zusätzlich fehlen ihm gewisse Qualitäten bei der Mannschaft der Pfälzer, die er mit den Mainzern damals vorzuweisen hatte: „Wir hatten alle ein gemeinsames Ziel. Dem hat sich jeder untergeordnet“.

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Abel: Lichte soll weiter machen

Unter dem neuen Trainer Jan-Moritz Lichte packte man die Wende bisher nicht. Trotzdem sieht Abel die Besetzung als weiterhin richtig an. Zumindest scheint es zu früh, für einen weiteren Schnellschuss des Tabellenletzten. „Jan-Moritz Lichte hat weiterhin Zeit verdient, um sich zu beweisen, dass er das noch rumreißen kann“. Trotz beidseitiger Sympathien hat Abel einen klaren Wunsch für den Ausgang der Wochend-Partie: „Ich habe mit Mainz vier unfassbar tolle Jahre erlebt. Ich würde es Mainz mehr gönnen“.






Ingo Anderbrügge, der Mann mit dem härtesten Schuss der Liga. Alle denken, jetzt holt er den Hammer raus. Aber es war nur der Glasschneider.

— Werner Hansch