Arnold über hohe Ablösesummen: «Das ist nicht normal»

von Marcel Breuer09:39 Uhr | 05.05.2021
Der Wolfsburger Maximilian Arnold (M.) kritisiert die hohen Ablösesummen für Trainer. Foto: Thomas Frey/dpa
Fußball-Profi Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg kann Ablösesummen für Trainer nachvollziehen.

Samstag, 08.05.2021



«Einige fragen sich vermutlich schon, warum da plötzlich so viel Geld für Trainer bezahlt wird. Andere finden das in Ordnung», sagte der 26-Jährige der Tageszeitung «Die Welt». «Ich zum Beispiel auch, denn Trainer haben ihren Wert und arbeiten sehr intensiv. Der Druck, der auf ihnen lastet, ist groß.»

Allerdings findet er Summen wie die zuletzt kolportierten bis zu 30 Millionen Euro für den künftigen Bayern-Trainer Julian Nagelsmann «krass». Er frage sich, wer die Summen eigentlich festlege. «Wer entscheidet denn, dass ein Mensch 200 Millionen Euro wert ist oder 100 Millionen Euro?», meinte der Mittelfeldspieler. Er könne manchmal nicht nachvollziehen, dass ein Spieler, der mal ein paar gute Spiele gemacht habe, auf einmal 15 bis 20 Millionen Euro kosten solle. «Das ist nicht normal.»

27

Maximilian Arnold
WolfsburgMittelfeldDeutschland
Zum Profil

Person
Alter
26
Größe
1,84
Gewicht
74
Fuß
L
Saison 2020/2021

Bundesliga

Spiele
28
Tore
3
Vorlagen
4
Karten
5-1


Arnold spielt seit 2009 in Wolfsburg und hat vor kurzem seinen Vertrag bis 2026 verlängert. «Es passt einfach - und wenn man dieses Gefühl hat, ist es doch gut», nannte er als Grund für seine in heutigen Zeit ungewöhnlichen Vereinstreue.

Arnold hat in dieser Saison maßgeblich dazu beigetragen, dass der VfL Wolfsburg als Tabellendritter drei Spieltage vor dem Saisonende gute Chancen auf einen Champions-League-Platz hat. Trotz seiner starken Leistungen schätzt er seine Aussichten auf einen Platz im DFB-Kader für die EM im Sommer als sehr gering ein. «Ich muss das realistisch sehen und mache mir deshalb auch wenig Hoffnung.»



© dpa-infocom, dpa:210505-99-473276/2

(dpa)

Dies kann ein Nachteil oder ein Vorteil sein, sowohl für uns als auch für die gegnerische Mannschaft.

— Erich Ribbeck über die aufgeladene Atmosphäre vor dem Länderspiel in der Türkei