Hitzlsperger-Erbe beim VfB: Kölns Wehrle neuer Vorstandschef

von Jean-Pascal Ostermeier | sid11:46 Uhr | 22.12.2021
Alexander Wehrle kehrt zum VfB Stuttgart zurück
Foto: FIRO/SID

Alexander Wehrle kehrt zum Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart zurück und wird dort Vorstandsvorsitzender. Das hat der Aufsichtsrat der Schwaben beschlossen. Der 46-Jährige kommt wie erwartet von Ligarivale 1. FC Köln, wo er die Position des Geschäftsführers bekleidet hat, und tritt sein Amt "im Laufe des Aprils 2022" an. Er folgt auf Thomas Hitzlsperger, der seinen Vertrag nicht verlängert hat.

"Wir sind froh, dass wir mit Alexander Wehrle genau den richtigen Mann für diese Aufgabe gewonnen haben", sagte Aufsichtsratschef Claus Vogt.

Wehrle habe in Köln "eine herausragende Bilanz" vorzuweisen und sei "einer der profiliertesten Geschäftsführer im deutschen Profifußball". Vogt ist überzeugt, dass der neue Boss dem VfB "sehr guttun" wird.

"Ich bin glücklich wieder nach Hause zu kommen", sagte Wehrle, der in Bietigheim-Bissingen geboren ist und seine berufliche Karriere 2003 beim VfB begonnen hatte.

Dort war er bis 2013 Referent des Vorstands, bevor er zum damaligen Zweitligisten 1. FC Köln wechselte. Seine Verbindung zum VfB sei "nie abgerissen", sagte er.

Vogt erwartet, dass Wehrle die Arbeit von Hitzlsperger "weiterführt" und den VfB "weiter entwickeln kann". Der fünfmalige deutsche Meister habe "einen erfolgversprechenden Weg eingeschlagen", meinte Wehrle, "den ich gerne (...) ausbauen möchte".

FC-Präsident Werner Wolf meinte, Köln lasse den "Kapitän des Geißbockheims" nur ungern ziehen: "Mit seinem Wechsel geht eine Ära zu Ende."

Köln sei in über neun Jahren dort zu seinem "Zuhause geworden", bekannte Wehrle, der seit 2019 auch Mitglied des DFL-Präsidiums und DFB-Vorstand ist. Er habe den FC "mit der allergrößten Leidenschaft und sehr viel Herzblut geführt". Das soll bis zu seinem Abschied so sein, "um einen Klub zu übergeben, der bestmöglich aufgestellt ist".

(sid)



Ich hab in den letzten Tagen mit mir gehadert, da ich offenbar der einzige Mitteleuropäer bin, der kein Angebot aus China oder Japan bekommen hat.

— Peter Stöger