Jagd auf Wolfsburgs Tor-Rekord: Stößt Weghorst bald Dzeko vom Thron?

von David Di Tursi15:16 Uhr | 21.11.2021
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Nachdem Wout Weghorst an sechs Bundesliga-Spieltagen leer angegangen war, hat der Sturm-Hüne an diesem Wochenende wieder zugeschlagen. Beim 2:2 in Bielefeld erzielte Weghorst den 1:2-Anschlusstreffer und beendete damit nach 527 Minuten endlich seine Durststrecke. Der letzte Treffer des Angreifers datierte zuvor vom 19. September, als er im Ligaspiel gegen Frankfurt einnetzte. Jetzt hat Weghorst neues Selbstverstrauen getankt und dem Tor-Rekord von Edin Dzeko fest im Blick.

Weghorst: „Dafür spiele ich Fußball“

Im Wolfsburger Angriff hatte Weghorst in den letzten Wochen nur die zweite Geige gespielt. Zum einen verpasste er aufgrund einer Corona-Quarantäne zwei Ligaspiele. Zum anderen traf Teamkollege Lukas Nmecha regelmäßig, in den letzten sechs Pflichtspielen gleich fünf Mal. Eine ungewohnte Rolle also für Wolfsburgs Sturmführer Weghorst. Umso ist für ihn der jüngste Torerfolg gegen Bielefeld.

„Das fühlt sich gut an, das habe ich auch gebraucht. Dafür spiele ich Fußball als Stürmer. Da gibt es nur eines, wofür du lebst und das sind Tore“, stellte er laut „Sportbuzzer“ nach der Partie klar. 57 Bundesliga-Treffer hat er mittlerweile für die Wölfe erzielt. Damit ist der Niederländer ab sofort gleichauf mit Vereinslegene Diego Klimowicz. Mehr Treffer für den Autoclub haben nur die beiden Meisterspieler Grafite (59) und Edin Dzeko (66) vorzuweisen.

Kohfeldt: „Nicht den Hauch eines Zweifels“

Für den 1,97 Meter großen Offensivmann ist der Rekord ein Riesenansporn. „Ich habe ein ganz großes Ziel hier dieses Jahr und das ist All-time-Topscorer des VfL zu werden. Das ist einfach ein absolutes Ziel, das ich sehr gern erreichen würde.“ Sein neuer Trainer Florian Kohfeldt traut ihm das Erreichen der magischen 67 jedenfalls zu.

Zwar habe laut des 39-jährigen Fußballlehrer zuletzt insbesondere Lukas Nmecha davon profitiert, dass der niederländische Nationalspieler Räume für seine Mitspieler geschaffen habe. „Aber sowas wie heute, das kannst du nicht ersetzen. Es gab vorher nicht den Hauch eines Zweifels, dass das kommen wird.“

Seine coronabedingte Auszeit soll Weghorst auf der Jagd nach Wolfsburgs alleinigem Tor-Rekord jedenfalls nicht aufhalten. „Ich bin wieder bei 100 Prozent. Natürlich war ich drei, vier Tage krank im Bett. Danach habe ich mich schnell wieder vorbereitet und fit gemacht.“ Das Tor gegen Bielefeld hat gezeigt: Wolfsburgs Top-Torjäger Weghorst ist zurück und drauf und dran, nach Klimowicz in den kommenden Wochen und Monaten auch Grafite und Dzeko einzuholen.





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